Posts by Pogopuschel

    Als ich 16 Jahre alt war und mit einem Kreuzbandriss flachlag, habe ich mir vor der OP einige Bücher gekauft. Das erste Buch des Blutes von Clive Baker, Der Herr der Ringe von Tolkien und die damals drei Bände der Pfortenwelt-Trilogie von Michael Scott Rohans. Die habe ich dann sogar noch vor Herr der Ringe gelesen und war schwer begeistert, dass es zwar in unserer Welt spielt, diese aber in Randbereichen an eine andere, phantastischere angrenzt, in der Piraten und magische Wesen auf Schiffen unterwegs sind. So was kannte ich damals noch nicht und hatte viel Spaß mit den drei Büchern. Ein Reread vor ein paar Jahren ist dann aber gescheitert, weil ich den ersten Band nicht so wirklich gut geschrieben fand, die Figuren flach und ich meine, es wäre auch etwas sexistisch gewesen. Früher war ich da unkritischer und hatte kein Auge für so was. Trotzdem habe ich schöne Erinnerungen an die Reihe. Vielleicht versuch ich es irgendwann noch einmal mit einem Reread.

    Roderick MacLeish und Prince Ombra sagen mir gar nichts. Muss aber auch gestehen, dass ich auch nicht wirklich neugierig auf den Roman geworden bin. Trotzdem interessant, darüber zu erfahren. Fünf-Freunde-Bücher habe ich nie gelesen, aber die Hörspiele habe ich geliebt.

    Durch seine Skripts für die Drei-Fragezeichen-Hörspiele hat H. G. Francis meine Kindheit stark geprägt. Zwar hat er sich da so manchen Fehler erlaubt, wie die Folgenbesprechungen im Bobcast mit Andreas Fröhlich zeigen, der die Originalskripte vorliegen hat, aber Francis war ein Meister darin, die Story der jeweiligen Bücher auf auf das Wesentliche zu reduzieren, wodurch schöne, knackige Hörspiele von 50 Minuten Länge herauskamen. Heute werden sie auf Teils 80 Minuten völlig unnötig in die Länge gezogen und dadurch unglaublich langatmig.


    Die Horror-Hörspiele aus seiner Feder habe ich auch gerne gehört und meinen Freunden vorgespielt, damit die sich so richtig gruseln. Was dazu führte, dass manche nicht mehr mit mir spielen durften.

    ... eine Neuauflage von Fool on the Hill beschert, mit deren Aufmachung ich persönlich jetzt nicht so richtig von innen heraus glücklich bin) ...

    Danke für die Info. Fool on the Hill gehört zu meinen Lieblingsromanen. Den habe ich im Studentenwohnheim in einer Nacht am Stück verschlungen, deshalb am nächsten Morgen die Anmeldung zur Emperie-Prüfung verpasst, was mein Studium um ein Semester verlängert hat. Das war es aber wert. Was die Aufmachnung angeht, puh ... da fehlen mir die Worte, aber schön, dass das Buch neu aufgelegt wird.

    Also da kann ich Ender beruhigen, von Anne Rivers Siddons habe ich noch nicht gehört. The House Next Door habe ich mir aber mal für den nächsten Horroctober notiert, das klingt interessant.

    Über Weihnachten habe ich Qwert von Walter Moers gelesen. Da gerät der aus dem ersten Blaubär-Roman bekannte titelgebende Gallertprinz in eine andere Dimension, wo er im Körper eines Ritters landet und einige Abenteuer bestehen muss. Ist ganz nett, hat ein paar schöne Ideen, aber das Orm fließt nicht mal ansatzweise so dicht und atmosphärisch wie in Die Insel der tausend Leuchttürme.

    Danke. Was mir auffällt, bei The Ballad of Falling Dragons werden fünf! Übersetzer*innen genannt. Da ist man wirklich sehr bemüht, den zweiten Band der Reihe zeitnah mit dem Original zu veröffentlichen. Teil 1 ist auf Deutsch wohl ziemlich gut gelaufen, an mir aber komplett vorbeigegangen.


    Mich spricht aus dem Programm gar nichts an. Dabei war Blanvalet mal eine feste Bank in Sachen epischer Fantasy.

    Ken Bruen habe ich gerne gelesen, der hatte einen tollen Hardboiled-Krimi-Stil.


    Und danke für den Tipp mit Rosa Montero. Sie kannte ich noch nicht, habe aber in den letzten zwei Jahren ein Faible für spanische Literatur entwickelt.

    Danke für den informativen Text. Band 1 der Necroscope-Reihe war 2001 meine erste Begegnung mit dem Festa Verlag. Da ich gemerkt habe, dass da ein englischer Band in zwei relativ teure deutsche Bände mit nur 160 Seiten aufgeteilt worden war, hatte ich die Reihe aber nicht weitergelesen. Das hat mein damals schmales Schüler/Studentenbudget nicht hergegeben. In Folge habe ich mich nie weiter mit Brian Lumley und seinem Werk beschäftigt, obwohl ich ja sehr gerne Horror lese. Titus Crow werde ich mir mal genauer ansehen.

    Kinder des Schattens/Gezeiten der Nacht von Steven Erikson


    Die deutsche Übersetzung von Midnight Tides, dem fünften Band des Malazan Book of the Fallen, ist im deutschen auf zwei Bücher aufgeteilt worden und führt uns auf einen neuen Kontinent, wo die Geschichte von Trull Sengar (siehe House of Chains) erzählt wird. Ist ein interessanter, fast zwiegespaltener Roman geworden. Zwiegespalten, weil wir praktisch zwei Handlungsstränge mit jeweils unterschiedlichen Figuren haben, die sich in Tonalität sehr unterscheiden, obwohl sie irgendwann zusammenkrachen. Auf der einen Seite die Geschichte der Tiste Edur, die sehr düster und ernst erzählt wird. Auf der anderen die Handlung um die Menschen/Lether, die mich gerade mit dem Gespann Tehol Beddict und Diener Bagg und deren trockenem Humor schon fast an Ankh Morpock erinnern. Ein sehr abwechslungsreiches und opulentes Buch, mit relativ wenigen Schlachten und Kämpfen – zumindest für Erikson-Verhältnisse.


    Deutsche Übersetzung von Tim Straetman (alias Gerd Rottenecker).

    . Erwarte eher so etwas wie den Incal in Romanform. :biggrin2: (Damit meine ich nicht, dass es direkte Bezüge/Anlehnungen in Sachen Setting oder Handlungsführung oder Figuren gibt, sondern dass diese Dinge ähnlich bizarr sind und ähnlich eingesetzt werden.

    Genau daran musste ich bei deiner Beschreibung auch denken, und Comics von Philippe Druillet und Jean-Claude Mézières.

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nichts von Bordage gelesen habe. Dabei bin ich ja großer Fan französischer Literatur. Um "Die Krieger der Stille" schleiche ich schon lautlos herum, seit es erschienen ist. Das hat schon einen unschlagbaren Titel. Das E-Book ist von Heyne recht günstig zu haben, das werde ich wohl mal im nächsten Jahr lesen.

    Danke für diesen schönen Text. Ich habe Leiber über die Ausgabe in der Edition Phantastia kennengelernt, da war ich schon ein relativ erfahrener Fantasyleser, konnte mich aber trotzdem schwer für die Geschichten begeistern. Habe allerdings nur die ersten beiden Bände gelesen, da ich damals auch schon gehört habe, das 3 und 4 deutlich schwächer sein sollen. Ich glaube, ich werde meinen Reread auf Englisch machen ... oder auch nicht, mal sehen. Die E-Book-Ausgaben sind doch ganz schön teuer und gedruckt nicht so einfach zu bekommen.

    Danke für den Beitrag. Raymond Feist hat mich, als ich 14 Jahre alt war, überhaupt erst zur Fantasy gebracht, mit Der Lehrling des Magiers. Das war Mitte der 90er; um Bücher zu kaufen, mussten mich meine Eltern vom Dorf nach Koblenz fahren. Und nach dem ich den ersten Band verschlungen hatte, musste mein Vater mich am nächsten Wochenende wieder nach Koblenz fahren, um Band 2 zu kaufen. Und das Wochenende danach, für den ganzen Rest der Midkemia-Saga (für alle Bände musste ich sämtliche Buchhandlunge der Stadt abklappern). Die ich auch alle paar Jahre gerne und mit viel nostalgischer Verklärung wieder lese. Feist war auch einer der wenigen Autoren, die das Vergnügen hatten, von mir für den Fantasyguide interviewt zu werden. Sehr netter und umgänglicher Mensch.


    Feist ist aktuell auf Facebook sehr aktiv und postet fast täglich, auch viel in Bezug auf Trump. Da ist er zum Glück politisch stabil geblieben und schießt gut gegen das aktuelle Regime und die MAGA-Goblins. Ich folge ihm gar nicht, hatte aber vor ein paar Tagen zufällig einen Post von ihm in der Timeline.

    Ich habe nämlich aus bestimmten Gründen vorgestern ein bisschen über William Hjortsberg recherchiert - das ist ein amerikanischer Horror- und SF-Autor, der u.a. einen Roman mit dem Titel Falling Angel (1978) geschrieben hat, den vermutlich niemand von euch gelesen hat ...

    Na, und ob ich den gelesen habe. 2018 schrie ich dazu auf meinem Blog:


    "Hard-Boiled-Krimi mit okkultem Einschlag über einen hartgesottenen Privatschnüffler, der in den 50er-Jahren in New York durch einen zwielichtigen Auftraggeber in einige unheimliche Vorgänge verwickelt wird. Toller Stil, absolut schnörkellos aber elegant auf den Punkt geschrieben mit vielen Slang-Ausdrücken und Formulierungen aus dieser Zeit. Habe so z. B. gelernt, was ein „shamus“ ist. Wurde übrigens mit Mickey Rourke und Robert De Niro als Angel Heart verfilmt (allerdings in New Orleans)."


    Was ein "shamus" ist, habe ich allerdings wieder vergessen.