Hm. Glücklich bin ich nicht. Ich glaube, für Comickünstler sollte ich mir was anderes überlegen.
Posts by gero
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Wie geplant kommt jetzt ein kurzer Beitrag über den Comickünstler Fabrice Lebeault, der heute seinen 65. Geburtstag feiern kann. Ich bin zwischenzeitlich ins Grübeln gekommen, weil heute auch ein paar runde Todestage anstehen, aber es würde sich für mich komisch anfühlen, wenn ich sozusagen einen Toten einem Lebenden vorziehen würde.
Der am 11. Februar 1961 in Albi, der Hauptstadt des Départements Tarn in der Region Okzitanien, geborene Fabrice Lebeault hat im Alter von 15 Jahren seine Liebe zu den Comics entdeckt, aber erst einmal Jura und Geschichte studiert und u.a. einige Zeit in einem Zeichentrickfilm-Studio gearbeitet, ehe er 1994 sein erstes Comicalbum L'homme sans clef (dt. Der Mann ohne Schlüssel (1995), den ersten Band der Serie Horologiom veröffentlicht hat. Horologiom ist eine u.a. von George Orwells 1984 inspirierte skurrile, poetisch-philosophische SF-Serie über eine Stadt, in der alles, wirklich alles den strengen Gesetzen der Mechanik unterworfen und jedwedes "animalische" Verhalten strengstens verboten ist. Das Große Zahnrad herrscht über alles; seinem Willen müssen sich die hier lebenden Menschen (die – um vor ihrer "animalischen" Natur geschützt zu sein, mit einem Schlüssel ausgestattet sind und aufgezogen werden müssen) und Roboter unterordnen. Doch dann kommt eines Tages Mariulo, ein Seiltänzer, in die Stadt und bringt die so sorgsam austarierte Ordnung ins Wanken, denn er ist der besagte Mann ohne Schlüssel ... Mit dem fünften Album Das große Räderwerk (2011; OT: Le grand rouage (2000)) kommt die eigentliche Geschichte über Horologiom und Mariulo und warum in der Stadt alles so ist, wie es ist, zu ihrem Abschluss. In zwei weiteren Alben erzählt Fabrice Lebeault sozusagen als Nachklapp noch zwei Kriminalfälle, die sich nur in einem Setting wie Horologiom ereignen können.
Inzwischen können auch deutschsprachige Comicafficionados Horologiom komplett lesen; allerdings muss man sich die ersten vier Alben – der etwas wirren Publikationsgeschichte in Deutschland geschuldet – antiquarisch zusammensuchen.
Auch bei Le mangeur d'histoires (2008; dt. Mit fremder Feder (2010), einer im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts spielenden Hommage an die Groschenromane der gleichen Epoche, ist Fabrice Lebeault – wie schon bei Horologiom – für das Szenario und die Zeichnungen verantwortlich. Die Geschichte des Raben, einer Romanfigur, die plötzlich ins Leben eines Konkurrenten ihres Schöpfers tritt, weil sie sich zu einem für die Leser unvergesslichen Genie des Bösen entwickeln will, liegt hierzulande in einer sehr schönen Ausgabe vor und verfügt über ein ganz eigenes Flair.
Zuletzt ist von Fabrice Lebeault Selenie erschienen (2022; OT: Sélénie (2021)), ein weiterer Oneshot, in dem es um Selenia, Méliès und Verne geht, "junge Helden, die aus der Verbindung von Erdlingen und Außerirdischen hervorgegangen sind, und die auf der Rückseite des Mondes leben, sicher vor Antacycles, einem Tyrannen, der die Menschheit versklavt hat" sagt sinngemäß der Klappentext, was nach einer weiteren Hommage an frühe Abenteuergeschichten und die Anfänge des Kinos klingt. (Mehr weiß ich nicht, weil ich das Album nicht habe.)
Mit Stiftung Z (2019), einem Album der Reihe Spirou + Fantasio Spezial hat Fabrice Lebeault nach einem Szenario von Denis-Pierre Filippi seine Version eines in einer sehr anderen, bizarren Zukunft lebenden Spirou vorgelegt, die nicht allerorten Begeisterung hervorgerufen hat (um es vorsichtig auszudrücken). Die weiteren Arbeiten von Fabrice Lebeault – Felix (2001), ein Oneshot um einen Träumer, dessen Traumland in Gefahr gerät, nach einem eigenen Szenario, und Le croquemitaine (zwei Alben, 2004 u. 2006), eine Geschichte, in der es um den Mythos des "schwarzen Mannes" geht (wiederum nach einem Szenario von Denis-Pierre Filippi) sind noch nicht auf Deutsch erschienen.
Die Alben, die vorliegen, machen – bis auf das Spirou-Spezial – allesamt Spaß bzw. sehen zumindest sehr gut aus. Horologiom bietet außerdem durchaus Stoff zum Nachdenken, denn die Problematik einer vollkommen aus dem Ruder gelaufenen Reglementierung des alltäglichen Lebens – egal, ob mit ideologischen oder religiösen Elementen unterfüttert – ist ja keineswegs ausschließlich auf die Seiten eines Comics begrenzt. Dass Lebeault das Thema trotz allem mit einer gewissen spielerischen Leichtigkeit behandelt, hat auch seine Vorteile. Grafisch kann man in allen seinen Arbeiten die Einflüsse seiner Vorbilder Moebius und Hergé erkennen, ohne dass er sie sklavisch imitiert. Und natürlich passt er seine Grafik auch dem jeweiligen Setting an.
Ich persönlich mag Horologiom und Mit fremder Feder sehr, und ich kann mir gut vorstellen, dass mir auch Selenie gefallen wird.
Die den Titel unterlegten Links führen jeweils zum Cover des deutschen Albums. Hier kann man klicken, wenn man sich auf den Finix-Seiten die restlichen Horologiom-Cover sowie Beispielseiten der Alben fünf bis sieben ansehen will.
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Hm. Da fällt mir auf Anhieb auch nur die offensichtlichste Wahl - Patricia Wrightson - ein. Ich habe mich mit dem Thema aber auch noch nie so richtig beschäftigt.

Ansonsten wollte ich hier ja noch was über ein Geburtstagskind schreiben. Kann aber sein, dass ich umdisponieren muss. Ist aber letztlich egal.
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Oh, das klingt spannend. Wird es da um australische Fantasyautorinnen und -autoren generell gehen oder konzentrierst du dich auf die, die - von was weiß ich ... Trudi Canavan bis Patricia Wrightson - auch hierzulande verlegt wurden?
edit: den "alphabetischen Bogen" weiter gefasst

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Okay, begeben wir uns in für Forumos vertrautere Gefilde.

Vorgestern - ja, ich hinke schon wieder hinterher, aber heute sind wir schnell durch ... äh ... also vorgestern hatte u.a. der am 09. Februar 1951 geborene Dave Luckett Geburtstag. Luckett ist ein australischer, wenn ich das richtig sehe praktisch ausschließlich im Bereich Young Adult bzw. Jugendliteratur aktiver Autor, dessen Tenabran Trilogy (A Dark Winter (1998), A Dark Journey und A Dark Victory (beide 1999)) hierzulande 2001 von Heyne als Tenebra-Trilogie (Dunkler Winter, Dunkle Reise und Dunkle Burg) veröffentlicht wurde. Die Trilogie hat in Australien die Kritiker und in Deutschland zumindest manche Leser überzeugt (siehe Amazon-Rezis), außerdem wurden der erste und der dritte Band in Australien mit dem Aurealis Award (der erste als Best Fantasy Novel, der dritte als Best Young Adult Novel) ausgezeichnet. Last but not least prangt auf dem Backcover der Heyne-Ausgabe die Aussage: "Australiens Antwort auf Robert Jordan!"
Das ist ja mal ein Wort.

Ich meine, dass ich damals in die Bücher reingeschaut habe und dass sie mir zu "jugendbuchig" waren und man ihnen einen gewissen "Lernauftrag" angemerkt hat (was ich damit meine, merkt man sehr schnell, wenn man in die Bücher reinblättert). Aber das geht ja vielleicht nur mir so. Vielleicht kann die Tenebra-Trilogie ja für den einen oder die andere auch eine Art "Notreserve" für diese schrecklichen fantasylosen Zeiten (bezogen auf im weitesten Sinne "klassische" Fantasy) sein. Das muss/sollte jede/r für sich selbst rauskriegen. Und falls irgendjemand tatsächlich die Bücher liest, nicht wundern: Der Klappentext für den dritten Band hat mit dem Inhalt nichts, aber auch gar nichts zu tun. Der war ganz sicher für ein anderes Buch gedacht. (Für welches? Keine Ahnung ... bzw ich habe einen vagen Verdacht, kann den aber nicht problemlos verifizieren.)
Ansonsten hatte vorgestern noch Timothy Truman Geburtstag, der ist 70 Jahre alt geworden. Über Timbo will ich schon lange mal was schreiben, weil er einer meiner Lieblings-Comickünstler ist. Mach ich vielleicht auch noch, aber wenn, dann im Blog oder eventuell im Comicthread, denn das wird vermutlich ein bisschen ausführlicher als das, was ich in diesem Thred so zu schreiben gedenke.
Morgen - Quatsch, heute - wäre auch wieder ein Comickünstler dran. Mal sehen, wie sich der Tag entwickelt ...
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Das Gefühl kenne ich, lapis, auch wenn es - abhängig vom Umfeld und meinem Interesse am Werk des/der Verblichenen - durchaus unterschiedlich stark ist. Von Jeffey Carver stehen ein paar Bücher hier, gelesen habe ich nicht viel von ihm. Aber ich werde demnächst einfach mal wieder eins in die Hand nehmen und zumindest reinlesen.
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Mit dem Flur Verlag haben wir einen weiteren, erst vor kurzem gegründeten Verlag, dessen Programmschwerpunkt "phantastische Literatur und abenteuerliche Geschichten, Reise und Mode" sind. Hier ist im September 2025 (wie gesagt, man sollte das "aktuelle" im Threadtitel nicht zu eng sehen) mit Ungeheuer am Nordpol von Charles Derennes ein im Original 1907 (als Le peuple du Pôle) veröffentlichter Roman erschienen, der offensichtlich in der Tradition der phantastischen Abenteuerliteratur eines Jules Verne oder H.G. Wells steht.
Charles Derennes (1882 - 1930) ist ein Autor mit einer ziemlich umfangreichen Bibliografie, der aber - wenn ich das richtig durchschaue - außer Le peuple de Pôl keinen weiteren phantastischen Roman geschrieben hat
(Der Roman ist übrigens bereits 2008 auf Englisch - übersetzt von Brian M. Stableford - erschienen und steht auf einer Liste mit etlichen, nie auf Deutsch veröffentlichten, aber ins Englische übersetzten Titeln, die ich mir über diesen Umweg mal anschauen wollte. Das kann ich mir jetzt sparen.)
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Ok, ich sehe schon, allzu abgefahren in Bezug auf Werk und/oder Verfasser sollte das hier nicht werden. Nun denn. Dummerweise habe ich letzte Nacht noch einen Text geschrieben, den ich nicht umsonst geschrieben haben möchte und auch nirgendwo anders hinstellen kann; deshalb wird's jetzt nochmal obskur, und zwar so richtig (und auch ziemlich traurig).
Ich habe eingangs des vorigen Artikels etwas von "zwei 100ern" geschrieben, und das ist prinzipiell auch richtig, denn am 06.02. hat es tatsächlich zwei 100er-Jubiläen gegeben – allerdings war nur eines davon ein 100. Geburtstag. Das andere war ein 100. Todestag, denn an besagtem 06. Februar 1926 ist Emma Frances Dawson in einem Krankenhaus in San Francisco gestorben. Wer bitte war Emma Frances Dawson? Diese Frage habe ich mir am letzten Freitag auch gestellt, denn auch ich habe zuvor Emma Frances Dawson nur dem Namen nach gekannt (d.h., ich hatte ihren Namen irgendwann und irgendwo mal gehört oder gelesen). Das, was ich daraufhin beim Recherchieren herausgefunden habe, hat mich dann jedoch dazu veranlasst, sie hier heute kurz zu erwähnen, um sie zumindest für einen kurzen Moment dem Vergessen zu entreißen.
Die Musikerin, Musiklehrerin, Dichterin, Übersetzerin und Kurzgeschichtenautorin Emma Frances Dawson wurde wahrscheinlich im Mai 1839 in Bangor, Maine, geboren. 1861 ließen sich ihre Eltern scheiden, und so um 1880 herum hat sie zusammen mit ihrer Mutter Salome "Lola" Emerson an der amerikanischen Westküste gelebt. Lola Emerson war anscheinend gesundheitlich stark angeschlagen, und Emma Dawson hat den Unterhalt für sich und ihre Mutter verdient, indem sie Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben, aus mehreren Sprachen übersetzt und als Musiklehrerin gearbeitet hat.
Der größte Teil der phantastischen Kurzgeschichten und Erzählungen, die Emma Dawson in den 1880er Jahren in literarischen Zeitschriften u.ä. veröffentlicht hat, ist 1897 in dem Sammelband An Itinerant House and Other Stories erschienen – und die Titelstory ist als "Ein Haus auf Wanderschaft" (übersetzt von Oliver Plaschka) tatsächlich in der von Erik Hauser und Frank Rainer Scheck herausgebenen Anthologie Aut Diabolus Aut Nihil (2014) enthalten (und ist afaik Dawsons einzige Veröffentlichung auf Deutsch).
Ob Emma Dawson auch nicht-phantastische Geschichten geschrieben hat, weiß ich nicht. Oder ob sie mehr phantastische Geschichten geschrieben hat als die vierzehn, die in der (im Vergleich zur Originalausgabe um vier Stories ergänzten) 2007er-Version von An Itinerant House … drin sind. Es ist manchmal schwierig, an einigermaßen vernünftige und belastbare Infos über lang verblichene Autorinnen und Autoren zu kommen, und in diesem Fall fußt so ziemlich mein ganzes Wissen auf dem Beitrag über Emma Frances Dawson in dem großartigen Blog Tellers of Weird Tales von Terence E. Hanley, der sich immer wieder als schier unerschöpfliche Fundgrube in Bezug auf Informationen über die Weird-Tales-Autorinnen und -Autoren erweist.
In besagtem Blog habe ich auch den Beitrag gefunden, der letztlich den Ausschlag gegeben hat, hier etwas über eine seit 100 Jahren tote, hierzulande völlig unbekannte und gewiss auch im und für das Phantastik-Genre reichlich unbedeutende Autorin zu schreiben. Denn da ist ein Artikel aus dem San Francisco Examiner vom Januar 1931 abgebildet, der so beginnt: "Unconscious from hunger, cold and months of privation, Miss Emma Frances Dawson, one of the eminent literary figures of early San Francisco, was taken yesterday from a Palo Alto cottage, where she had lived in poverty and seclusion for twenty years, and placed in the Palo Alto hospital." Und etwas weiter unten: "Scantily clad in old, tattered garments, Miss Dawson lay on the uncarpeted floor with her head in the ashes of the fireplace. Mice squealed about the squalid room. Two parrots chattered from their cages. Two small jars of jam covered with dust were the only food in the place. A chair, an unused cot, a stove and newspapers which served as rugs were the only furniture."
Emma Frances Dawson ist 86 Jahre alt geworden, doch zumindest die letzten 20 davon hat sie anscheinend in völliger Armut gelebt. Ich finde so etwas immer einigermaßen erschütternd ...
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Ok, schreiben wir hier noch schnell was. Die potentiellen Geburtstagskinder vom Donnerstag lassen wir jetzt mal aus, weil … ach, ist nicht wichtig, bzw. am Freitag hatten wir zwei 100er, das ist vielleicht interessanter.
Da wäre zunächst Howard L. Cory, dessen (naja) Geburtstag sich am Freitag, den 06.02., zum 100. Mal gejährt hat. Das Problem ist, Howard L. Cory ist eine fiktive Person, denn er ist nur das Pseudonym, unter dem das Ehepaar Julie Ann und Jack Owen Jardine während ihrer Ehe (die von 1958 bis 1968 Bestand hatte) zwei SF-Romane verfasst hat, von denen wiederum einer sich zumindest anfangs als Fantasy tarnt. Kompliziert? Ach was.

Fangen wir am Anfang an: Da Jack Owen Jardine das Pseudonym Howard L. Cory nur für The Mind Monsters und The Sword of Lankor (beide 1966) benutzt hat – sprich: die Werke, die er zusammen mit seiner Frau geschrieben hat (allein war er als Larry Maddock unterwegs) - und besagtes Pseudonym sich auf den Bühnennamen (Corrie Howard) der 30 Jahre lang als Schauspielerin und Tänzerin aktiven Julie Ann bezieht, können wir ja einfach mal sagen, hinter Howard L. Cory verbirgt sich vor allem Julie Ann Jardine. Dem steht natürlich entgegen, dass die Neuauflage von The Sword of Lankor (2014) unter dem Jack-Owen-Jardine-Pseudonym Larry Maddock erschienen ist, aber wisst ihr was? Julie Ann Jardine wurde am 06. Februar 1926 geboren, und ihr 100. Geburtstag ist die einzige Gelegenheit, ihrer hier an dieser Stelle mit einem kleinen Beitrag zu gedenken – und Jack Owen Jardine tut's nicht weh … *
Zu the The Mind Monsters kann ich nichts sagen, aber the The Sword of Lankor liest sich über weite Strecken wie ein S&S-Roman, entpuppt sich letztlich jedoch als eine Art Sword-&-Planet-Roman (weswegen er wohl auf dem Backcover als "a terrific science-fiction adventure of the Burroughs Type" angepriesen wird) und ist unterm Strich überraschend lesbar.** Was weniger mit dem nur begrenzt richtigen Burroughs-Vergleich zu tun hat, als vielmehr damit, dass der auf dem fernen Planeten Lankor spielende Roman mit dem als Söldner eingeführten großen und starken Schwertkämpfer Thuron und dem kleinen katzenähnlichen Gaar, dessen Finger so flink sind wie sein Verstand, ein erstaunlich gut funktionierendes Duo als Hauptpersonen präsentiert, und dass die auch stilistisch recht ordentliche, actionreiche Geschichte sich zT anders entwickelt als erwartet. In den 60er Jahren ist Einiges an S&S bzw. S&P geschrieben und veröffentlicht worden, das bei einem Vergleich mit The Sword of Lankor deutlich schlechter wegkommt – auch wenn der Roman zum Ende hin durch einen … nennen wir es Continuity-Fehler leider ein paar Punkte einbüßt. Das eigentliche Ende ist dann aber durchaus gelungen und versöhnt einen letztlich wieder mit dem Buch.
* – das Ganze wird noch ein bischen komplizierter, wenn man bedenkt, dass die NA von The Mind Monsters unter "Larry Maddock & Howard L. Cory" erschienen ist, was darauf hindeutet, dass "Cory" tatsächlich eher Julie Ann Jardine war (ihr Anteil am Sword aber vielleicht geringer als an den Gedankenmonstern …)
** – sonst hätte ich die zerfledderte Loseblattsammlung, die in den Zeiten, in denen es noch sowas wie "surface mail" gab, einer meiner Ebay.com-Bestellungen "als Geschenk" (oder um den Platz besser auszunutzen?) beigefügt war, ganz sicher nicht gelesen

Der zweite geplante Text kommt ... vielleicht nachher. Ich will diesen noch vor Mitternacht draußen haben.
edit: Tippdingse, Tippdingse ...

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@ lapis:
Ich bin immer beeindruckt, wenn jemand Gedichte schreibt/schreiben kann, die sowohl vom Inhalt als auch von der Metrik her über meine Büttenreden-Reime hinausgehen. Meine Frau kann das im Gegensatz zu mir auch.
@ Pogo:
Was Asher angeht, sind wir uns wohl einig. Ich werde wahrscheinlich auch noch einmal einen Versuch machen, bevor ich die Bücher irgendwann weggebe, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das mit mir und dem Neal nichts wird.
Halloween von Stewart O'Nan hatte ich mir sowieso schon vorgenommen, als ich den obigen Beitrag geschrieben habe; deine Aussage bekräftigt meine Ansicht, dass das eine gute Idee sein könnte. Mich hat die Erzählperspektive in Das Glück der Anderen damals komischerweise kaum gestört (obwohl diese "literarischeren" Ansätze generell nicht unbedingt mein Ding sind). Ich glaube, das Buch hat damals bei mir sehr schnell einen Lesesog erzeugt, und wenn der erstmal da ist, sind stilistische Spielereien für mich oft nicht mehr sonderlich wichtig.
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Naja ... dafür hast du's im Leben wahrscheinlich zu was gebracht ...


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So. Nachdem ich es gestern noch ganz kurz vor Mitternacht geschafft habe, den vorherigen Beitrag rauszuschieben (damit das "vorgestern" im Text noch stimmt), will ich jetzt noch schnell die zwei Autoren nachliefern, die ebenfalls am 04. Februar Geburtstag hatten (und über die ich was schreiben will, weil ... weil ich es halt will
).Da wäre zunächst einmal Hugh Walker alias Hubert Straßl, der am Mittwoch seinen 85. Geburtstag feiern konnte (ich hoffe zumindest, dass er sich guter Gesundheit erfreut und tatsächlich feiern konnte). Über Hugh Walker haben wir schon vor zehn Jahren anlässlich seines 75. Geburtstag einen Text im Blog gebracht, der auch heute noch mehr oder weniger genauso geschrieben werden könnte - mit dem Zusatz, dass die Hugh-Walker-Werkausgabe bei Emmerich Books & Media inzwischen inzwischen komplett ist (zu der u.a. auch eine monumentale und/oder tolle Magira-Ausgabe in einem oder zwei Bänden gehört).
Womit wir zum zweiten nachgelieferten Autor kämen, dessen Werk komplett außerhalb meiner normalen Lesevorlieben liegt. Hmm ... das klingt jetzt irgendwie schräg ... ich meine damit, dass er keine wie auch immer geartete Phantastik geschrieben hat, die den Großteil meines beruflichen und privaten Lesespektrums abdeckt. Aber manchmal lese ich auch andere Sachen, historische Romane zB ... oder Krimis. Und durch seine Krimis habe ich Anfang der 1990er Jahre auch Bekanntschaft mit Friedrich Glauser gemacht, dessen Geburtstag sich am 04. Februar zum 130. Mal gejährt hat. In seinen Krimis habe ich dann die Bekanntschaft von Wachtmeister Studer gemacht, einer von Georges Simenons Kommisar Maigret beeinflussten/inspirierten Figur, die jedoch genügend eigenständige Züge aufweist, um nicht als Kopie zu gelten. Glauser sind in seinen Krimis mMn großartige Milieustudien gelungen, und sein Wachtmeister Studer ist ein Polizist mit einem Herz für Verlierer, der einem spätestens auf den zweiten Blick sympathisch wird. Es gibt über Friedrich Glauser - der, um es ganz deutlich zu sagen, aus mehreren Gründen eine arme Sau war - einen sehr ausführlichen Wikipedia-Eintrag, der als Ausgangspunkt für viele weitere Seiten dienen kann ... wenn's einen denn interessiert.
In den 70er, 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren Glauser und sein Werk (das aus viel mehr als nur seinen Kriminalromanen besteht) immer mal wieder in der öffentlichen Wahrnehmung präsent (es gab 1976 - 1980 sogar drei Fernsehfilme mit Wachtmeister Studer), aber inzwischen scheint er wieder in Vergessenheit geraten zu sein. Auch deshalb wollte ich ihn hier einfach mal erwähnen.
Wie's mit den Geburtstagskindern vom Donnerstag und Freitag weitergeht, weiß ich noch nicht. We'll see ...
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Nachdem ich fast eine Woche im Münsterland war, wollte ich eigentlich vorgestern mit dem weitermachen, was ich vor einiger Zeit angefangen habe, doch dummerweise hat mich jetzt eine Erkältung (incl. Matschbirne) erwischt. Ich werde trotzdem versuchen, hier in den nächsten Tagen ab und an was zu schreiben – und fange heute endlich damit an, denn sonst wird das Ganze irgendwie unsinnig.
Vorgestern hatten wieder einmal ein paar Autoren Geburtstag, zu denen ich hier im Forum was sagen kann und möchte, und der erste davon ist der Brite Neal Asher, der am 04. Februar 65 Jahre alt geworden ist. Wer sich für SF interessiert und derzeit auf dem deutschen Markt keine geeigneten aktuellen Werke findet, kann zumindest mal einen Versuch mit dem Autor machen, der hierzulande zwischen 2001 und 2014 recht präsent war und dessen Bücher – wie ein kurzer Check gezeigt hat – ziemlich problemlos gebraucht zu bekommen sind. Ashers Romane spielen fast alle im sogenannten Polis-Universum (im Original Polity Universe), sind aber nicht allzu eng miteinander verzahnt bzw. teilen sich in zwei oder drei Unterzyklen auf . Wer den Autor lieber mit einem Einzelroman antesten will, kann das mit Die Zeitbestie (2005; OT: Cowl (2004)) tun. Den habe ich vor 20 Jahren zumindest angelesen, aber irgendwie sind Neal Asher und ich nicht so richtig von innen heraus kompatibel – sprich: ich habe die Lektüre iirc nicht nur bei diesem Roman früher oder später abgebrochen. Aber das liegt wahrscheinlich nur an mir; immerhin attestiert John Clute Asher in der SF-Encyclopedia: "In the complicated nest of associations and influences that marks twenty-first-century Space Opera, Asher's work clearly acknowledges the influence of Iain M Banks's Culture sequence, as well as the more intricately Cosmological work of Dan Simmons; but has a velocity all its own." Zumindest was die "velocity" angeht, bin ich ganz seiner Meinung – und wer bin ich, um mich über den Rest mit John Clute zu streiten?

Auch Stewart O'Nan ist gestern 65 Jahre alt geworden, doch damit enden die Gemeinsamkeiten zwischen ihm und Asher aber auch schon wieder. Denn während Asher durch und durch ein Genre-Autor ist, zählt der in Pittsburgh geborene O'Nan zum Kreis der literarischen Mainstream-Autoren, dem allerdings gelegentliche Abstecher in zB Horrorgefilde nicht fremd sind. So hat er beispielsweise mit Stephen King zusammen die Erzählung A Face in the Crowd (2012; dt. Ein Gesicht in der Menge (2013)) verfasst, die ebenso wie drei seiner (wenn ich mich nicht verzählt habe) inzwischen 20 Romane in der ISFDB gelistet ist. Über The Speed Queen (1997; dt. Die Speed Queen (1998)) kann ich dabei nichts sagen, über The Night Country (2003; dt. Halloween (2004)) nur, dass es in diesem Roman afaik um die Geister von im Vorjahr bei einem Autounfall verstorbenen Teenagern geht, die an Halloween zurückkehren, und was das für Auswirkungen auf ihre Freunde und Verwandten und die anderen Einwohner ihres Städtchens hat, aber an A Prayer for the Dying (1999; dt. Das Glück der Anderen (2000)) konnte ich mich gleich wieder erinnern, als ich die ersten zwei Sätze des (deutschen) Wikipedia-Eintrags gelesen habe. Ja, der Roman hat einen ausführlichen Eintrag in der deutschen Wikipedia (den man allerdings nicht lesen sollte, wenn man vorhat, das Buch zu lesen), und er ist in vielerlei Hinsicht verdammt harter Tobak. Es geht um eine Diphtherie-Epidemie, die ein paar Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg in dem kleinen Kaff Friendship irgendwo in Wisconsin ausbricht, und wie die Hauptfigur – der Nordstaatenveteran Jacob Hansen, der in Friendship als Sheriff, Prediger und Leichenbestatter fungiert – und die anderen Bürger und Bürgerinnen von Friendship damit umgehen. An die ungewöhnliche Erzählperspektive (zweite Person Singular) muss man sich vielleicht gewöhnen, aber wenn man mal einen etwas anderen Horrorroman – ich darf Das Glück der Anderen so nennen, denn der Roman wurde 1999 in der Kategorie "Best Novel" mit dem International Horror Guild Award ausgezeichnet – lesen will, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen.
Über Stewart O'Nans andere Bücher kann ich nichts sagen, denn ich habe tatsächlich nur Das Glück der Anderen gelesen (weil mir irgendwer – und ich glaube auch, ich weiß, wer – das Buch empfohlen hat), aber irgendwann einmal werde ich mir bestimmt noch den einen oder anderen Titel von ihm anschauen.
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Den Roman hätte ich mir vor in paar Jahren in seiner englischen Inkarnation als The Other City beinahe gekauft, nachdem ich in einem englischen Blog etwas darüber gelesen hatte. Aus irgendwelchen Gründen habe ich das Vorhaben nie in die Tat umgesetzt (wobei ich mich dessen morgen nochmal vergewissern werde), so dass ich die deutsche Ausgabe guten Gewissens auf meinen BaD-Wunschzettel setzen kann. Danke für den Tipp, Pogo, dieses Buch war mir bislang noch nicht untergekommen.
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Hier und im Vorschauen-Thread passiert derzeit auch nicht gerade viel, was irgendwie auch meiner Unlust geschuldet ist, mich allzu intensiv mit den Phantastik-Programmen der Großverlage auseinanderzusetzen, weil die (für Menschen, die Fantasy lesen, weil sie Fantasy mögen, oder die SF lesen, weil sie SF mögen) für das gerade begonnene Jahr einfach nur furchtbar sind. Und wenn man sich diese Meldung von Freebird anschaut, wird ja wohl alles noch viel schlimmer werden.

Deshalb sollte hier erst recht auf jeden aktuellen (oder vor kurzem erschienenen oder bald erscheinenden) Titel hingewiesen werden, der nicht in einer der Genrereihen der Publikumsverlage erscheint und der zumindest hoffen lässt, dass es in ihm nicht um die im vorigen Posting erwähnten "Erfolgstropes" sondern um Fantasy oder SF oder Phantastik geht, die die jeweilige Bezeichnung auch verdient. Ok, nach dieser zugegebenermaßen ein bisschen geschwätzigen Einleitung zur Sache:
Am 30. Januar wird Der neunte Regen von Jen Williams beim Ronin-Hörverlag als Taschenbuch erscheinen (das eBook und das Hörbuch gibt's wohl schon länger); das ist die Übersetzung des mit dem British Fantasy Award ausgezeichneten Auftaktbands (The Ninth Rain (2017)) der High-Fantasy-Trilogie The Winnowing Flame, deren zweiter Band The Bitter Twins (2018) dieses Kunststück ein Jahr später ebenfalls geschafft hat. Das klingt ja schon mal nicht schlecht (und ich kenne eine vertrauenswürdige Rezensentin, die von dem Roman im Original sehr angetan war). Jen Williams ist eine in ihrer englischen Heimat recht erfolgreiche Autorin, von der auch schon einige Titel auf Deutsch vorliegen (bei denen es sich aber - mit einer Ausnahme) nicht um Fantasy handelt.
Die Ausnahme ist Das Kupferversprechen, der erste Band ihrer ersten Trilogie, die so heißt, wie der Auftaktband im Original: The Copper Promise (2014). Das Kupferversprechen ist aber nur als Hörbuch bei Lübbe Audio und als eBook erschienen (Letzteres - wenn ich das richtig gesehen habe - zunächst in drei oder vier Häppchen und dann als Sammelband), eine Printausgabe gab es bislang nicht.
Die gibt es jedoch von den Übersetzungen ihrer Thriller mit Horroreinschlag (?) A Dark and Secret Place (2021) und Games for Dead Girls (2023), die hierzulande als Der Herzgräber (2022) und Die Totenbraut (2024) erschienen sind. Außerdem scheint Jen Williams inzwischen auch dem Lockruf der Dark Fantasy / Romantasy erlegen zu sein, denn The Sleepless, "der Auftakt einer düsteren Slow Burn Fantasy Dilogie mit Enemies-to-Lovers" (und natürlich noch ein paar anderen, wahnsinnig originellen Erfolgstropes), kommt im Februar bei Fischer Sauerländer im Hardcover (das eBook liegt wohl schon vor).
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Ich habe bei Cross Cult deutlich weniger pro Normseite erhalten, als bei den Publikumsverlagen. Anders könnten sie es wohl kaum finanzieren.
Ja, sowas habe ich auch schon mal läuten gehört (z.T. auch von Leuten, die für CC Comics übersetzt haben). Und klar, anders waren und sind manche Sachen nicht finanzierbar. Und wie die Übersetzer und Übersetzerinnen damit klar kommen, dass am Ende vom Geld noch reichlich Monat übrig ist, ist ja schließlich deren Problem. Man muss sich ja nicht unbedingt einen so schlecht bezahlten Beruf aussuchen (hat kürzlich mal wieder jemand zu mir gesagt).

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Ja, mich hat auch überrascht, dass das anscheinend gut genug funktioniert hat, um nicht nur eine Trilogie komplett zu bringen, sondern auch noch die zweite gleich hinterher zu schieben. Klar, der Overhead bei Cross Cult ist deutlich kleiner als bei den Publikumsverlagen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie z.B. Übersetzungen besser bezahlt haben als Heyne, Piper & Co (die ja ihrerseits alles andere als fürstliche Honorare zahlen), das sind Faktoren, die einen Titel schneller in die Gewinnzonge bringen als bei den "Großen". Trotzdem, eine gewisse Menge an Büchern muss auch Cross Cult verkauft haben, und da kann man sich dann schon fragen, warum bei CC funktioniert (hat), was bei den großen Publikumsverlagen eher nicht funktioniert (bzw. in einem ganz anderen Segment).
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Jetzt hat es den kleinen Bruder von Big John also auch erwischt, der eigentlich immer im Schatten seines großen Bruders gestanden hat. Aber er ist immerhin 89 Jahre alt geworden und hatte einen Beruf, der ihm wohl Spaß gemacht hat. Das ist mehr, als man von vielen anderen Menschen sagen kann.
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Heute - bzw. mittlerweile gestern - konnte übrigens Brian McClellan seinen 40. Geburtstag feiern, der das Glück hatte, dass sich der als Comicverlag gestartete Cross Cult Verlag seiner angenommen hat, denn seine beiden Trilogien aus dem Powder-Mage-Universum - The Powder Mage Trilogy (2013 - 2015) und Gods of Blood and Powder (2017 - 2019) - sind als Powder-Mage-Chroniken (2018/19) und Die Götter von Blut und Pulver (2022/23) komplett auf Deutsch erschienen, was heutzutage ja beileibe keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Darüberhinaus hat Cross Cult mit Im Schatten des Feldmarschalls: Geschichten aus dem Powder-Mage-Universum (2021; OT: In the Field Marshal's Shadow (2015)) und Das Feuer der Revolution: Novellen aus dem Powder-Mage-Universum (2021; OT: Powder Mage Novella Collection #1 (2016)) zwei Bände mit im gleichen Setting spielenden kürzeren und längeren Erzählungen veröffentlicht (was generell noch viel weniger eine Selbstverständlichkeit ist), und inzwischen mit Im Schatten des Blitzes (2024; OT: In the Shadow of Lightning (2022)) auch den ersten und bislang einzigen Band von McClellans neuem, nicht im Powder-Mage-Universum spielenden Zyklus The Glass Immortals herausgebracht. Man darf gespannt sein, wie sich die Übernahme von Cross Cult Entertainment durch Penguin Random House auf das Buchprogramm des in Ludwigsburg beheimateten Verlags auswirken wird. Dass es PRH vor allem darum gegangen ist, einen Fuß in den boomenden Manga- und Manhwa-Markt zu bekommen, ist klar, Ob die Romansparte in etwa so, wie sie war, bleiben darf, oder ob sie schrumpfen oder ganz verschwinden wird ... wird man sehen.
Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass seine Romane und Erzählungen fast komplett auch auf Deutsch vorliegen, würde Brian McClellan durchaus einen Blogbeitrag verdienen - also mal angenommen, ich mache mit denen irgendwann weiter. Das Problem ist da allerdings aus, dass ich außer Promise of Blood, dem ersten Band der Powder Mage Trilogy, nichts von McClellan kenne. Ich habe mir 2013 die Auftaktbände von zwei "Flintlock" Fantasy-Zyklen gekauft, nämlich Promise of Blood und The Thousand Names, den ersten Band von Django Wexlers Fünfteiler The Shadow Campaigns; ich habe beide gelesen und dann beschlossen, dass ich den Wexler weiterlesen werde - und ich habe diese Entscheidung nicht bereut, denn The Shadow Campaigns hat mir unterm Strich sehr gut gefallen. Das sagt nichts über die Qualität der beiden Zyklen in Bezug aufeinander aus, sondern nur, dass ich einen davon gelesen habe und mir das Spaß gemacht hat. Der Wexler hat vom Bauchgefühl halt irgendwie besser gepasst, aber es kann sein - und in Anbetracht der Richtung, in die sich der Fantasy-Buchmarkt seit einiger Zeit entwickelt, ist das gar nicht mal so unwahrscheinlich -, dass ich den McClellan irgendwann weiterlese. Und wenn ich dann was über ihn und seine Bücher zu sagen habe, gibt's vielleicht einen Blogbeitrag.

(Über Django Wexler und The Thousand Names habe ich damals tatsächlich relativ zeitnah was im Blog geschrieben - mit dem Effekt, dass der Beitrag inzwischen hoffnungslos veraltet ist und dringendst überarbeitet werden müsste. Das kommt davon, wenn man meint, ganz schnell was über einen aufstrebenden, interessanten neuen Autor schreiben zu müssen ...
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Aus gegebenem Anlass:
External Content www.youtube.comContent embedded from external sources will not be displayed without your consent.Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.Gerd Knebel, der Frontmann und Sänger von Flatsch! und eine Hälfte von Badesalz, ist am Samstag im Alter von 72 Jahren an Krebs gestorben.
Flatsch! war eine Deutschrock-Band der 80er Jahre, die teilweise in hessischer Mundart gesungen hat, und deren Auftritte in einfach unheimlich viel Spaß gemacht haben, weil sie sowas wie Sketche mit (guter) Musik auf die Bühne gebracht hat. Wir - meine damaligen Kumpels und Kumpelinen und ich - sind tatsächlich zwei, drei Mal zu Auftritten nach Hessen gefahren, weil "die Hesse komme!"* nicht so oft geklappt hat, wie wir uns das gewünscht haben.
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* - ja, ich weiß, das war ein Song der anderen - und wohl auch bekannteren - hessischen Mundart-Band, aber es passt trotzdem
