Ha! Manchmal gibt es lustige Zufälle ... 
Bei mir hat sich mein Reader gestern massiv aufgehängt und lädt seither keine Cover mehr herunter, auch nach gefühlten 50 Neustarts nicht, also habe ich mich wegen neuen Geräten informiert.
Ich habe einen Kindle und war bis auf dieses Problem nun recht zufrieden, allerdings geht damit eine Online-Ausleihe vermutlich gar nicht. Auf der anderen Seite gibt es Bücher, die halt nur über Amazon zu haben sind.
Mit meinem (alten) Tolino ging es, Bücher aus Bibliotheken auszuleihen, man musste sich irgendwie bei Adobe anmelden und DRM-geschützte Bücher freigeben lassen - das ging damals übers Gerät einmalig. Ob das mit neuen Modellen funktioniert, weiß ich nicht, denn es gab wohl irgendeine Änderung, so dass es sein kann, dass man jedes Buch einzeln über den Computer lizensieren muss.
Allerdings ist Tolino ein offenes System und deshalb recht praktisch, weil man alle epubs (also auch anderswo gekaufte oder kostenlose) in deren Cloud hochladen und direkt aufs Gerät schicken lassen kann, was einfach und meist ohne Macken funktioniert (PDF auch). ABER: Das geht nur ohne DRM-Schutz. Wenn es einen gibt, muss man sich irgendwie lizensieren lassen, und damit habe ich eben keine Erfahrung bei neuen Modellen. Ich schätze aber, dass man dir das Vorgehen in der Bibliothek erklären kann. (Um Missverständnisse auszuschließen: Wenn du DRM-geschützte Bücher über einen mit Tolino verbundenen Laden, etwas Hugendubel.de, kaufst, ist DRM oder sonstiger Schutz egal, weil das Buch in deren Online-Bibliothek liegt und damit für dein Gerät automatisch lizensiert wird.)
Rein vom Gerät her (Akkulaufzeit, Bedienung, Hochladen der Bücher, Kauf) kann ich einen Tolino aber empfehlen. Wenn die Bibliothek die Kompatibilität absegnet, spricht nichts gegen einen Tolino, meine ich, und es gibt auch einigermaßen erschwingliche Modelle. Ich persönlich mag den Epos, weil er einen großen Bildschirm und Umblättertasten hat, aber er ist deutlich teurer als die kleineren. Aber er tut, was er soll, und das bisher ohne so viele Zicken wie der nun schon zweite selbstmordgefährdete Kindle Oasis. Zusatzkram wie Stifteingabe o.ä. kann man sich getrost sparen.