Auch in diesem Jahr wurde - bereits am 21. Oktober - der Ursula K. Le Guin Prize for Fiction verliehen, und zwar an Vajra Chandrasekera für seinen zweiten Roman Rakesfall (der zuvor bereits, den Tiptree / Otherwise Award gewonnen hat, beim Locus Award auf dem zweiten Platz gelandet ist und für den Nebula Award nominiert war). Da es schon spät ist und ich einigermaßen müde bin, verlinke ich jetzt einfach mal das Video, in dem nach einer Einleitung von Theo Downes-Le Guin auch die große Ursula selbst noch einmal zu Wort kommt, ehe kurz die Titel der Shortlist durchs Bild huschen; anschließend wird dann der Sieger verkündet und Vajra Chandrasekera hält eine Dankesrede.
Wer keine Lust darauf hat, sich das Video anzusehen, kann auch auf die Homepage des Preises gehen, wo zB die Titel der Shortlist oder auch die Jury ein bisschen ausführlicher vorgestellt werden.
Was noch bleibt, ist eine interessante Frage: Nachdem der letztjährige Siegertitel - It Lasts Forever and Then It’s Over von Anne de Marcken - und der von 2023 - Arboreality von Rebecca Campbell - recht schnell auf Deutsch erschienen sind (der erstgenannte bei Suhrkamp, wo man jetzt nicht unbedingt damit rechnen würde, Arboreality bei Carcosa, was angesichts des ambitionierten Programms nicht unbedingt überraschend ist), bleibt es spannend, abzuwarten, ob auch Rakesfall hierzulande einen Verlag finden wird, oder ob dem Roman das gleiche Schicksal droht wie dem allerersten Preisträger The House of Rust von Khadija Abdalla Bajaber, von dem es bislang keine deutsche Übersetzung gibt.