eBook Reader

  • Ich mache mal ein neues Thema auf, weil ich nichts darüber gefunden habe. Ich bin mir sicher, dass wir in grauer Vorzeit das Thema schon hatten, aber vielleicht war das ja noch zu Boardy-Zeiten.


    Ich bevorzuge normale physische Bücher. Kaufe auch gern mal die teurere Schmuckausgabe. Trotzdem habe ich einen eBook Reader. Ein uraltes Modell, den Sony T3, in einem wunderschönen rot von ca. 2010 oder 2011. Früher hab ich damit gerne mal Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen über die Onleihe. Ich hab auch das ein oder andere eBook gekauft, war praktisch für unterwegs und was den Regalplatz angeht.

    Jetzt hab ich den Reader ein paar Jahre nicht groß genutzt. Sony stellt keine Reader mehr her, die Programme gibt es nicht mehr. Vor einigen Wochen hab ich am Rechner die Dateien am Reader mal ausgemistet und geordnet. Ich hab Zugriff darauf, der Reader läuft problemlos, ich kann neue Bücher kaufen und auf den Reader übertragen, nur keine Bücher mehr ausleihen. Es scheint ein rein rechtliches Problem zu sein, kein technisches. Da das Programm am Reader zu alt ist, wird meine Berechtigung (DRM wird nur für gekaufte Bücher erkannt) geliehene Bücher zu öffnen nicht mehr erkannt.


    Lange Vorrede, ich bin jetzt am überlegen mir einen neuen eBook Reader zuzulegen, den vielleicht auch die Kinder ab und an nutzen können.

    Kann mir jemand etwas empfehlen? Hat irgendwer Ideen worauf ich achten sollte?

    Es muss nix teures sein. Ich brauche keinen unsinnigen Schnickschnack. Ich will damit Bücher ausleihen/kaufen und lesen können. Das geht soweit ich weiß mit dem Kindle nicht so ohne weiteres. Ich will mich da auch nicht von Amazon abhängig machen. Hintergrundbeleuchtung für nachts wäre vielleicht gut, hatte ich bisher nicht. Außerdem will ich eine lange Akkulaufzeit und es sollten alle gängigen Dateiformate angezeigt werden können (EPUB, PDF mit und ohne DRM, JPEG, TXT etc).

    Von der Onleihe wird als gängigste Marken Tolino und PocketBook empfohlen. Ich habe aber keine Ahnung welches Modell oder ob es noch andere gute Marken gibt.

  • Ha! Manchmal gibt es lustige Zufälle ... :wacko:

    Bei mir hat sich mein Reader gestern massiv aufgehängt und lädt seither keine Cover mehr herunter, auch nach gefühlten 50 Neustarts nicht, also habe ich mich wegen neuen Geräten informiert.


    Ich habe einen Kindle und war bis auf dieses Problem nun recht zufrieden, allerdings geht damit eine Online-Ausleihe vermutlich gar nicht. Auf der anderen Seite gibt es Bücher, die halt nur über Amazon zu haben sind.


    Mit meinem (alten) Tolino ging es, Bücher aus Bibliotheken auszuleihen, man musste sich irgendwie bei Adobe anmelden und DRM-geschützte Bücher freigeben lassen - das ging damals übers Gerät einmalig. Ob das mit neuen Modellen funktioniert, weiß ich nicht, denn es gab wohl irgendeine Änderung, so dass es sein kann, dass man jedes Buch einzeln über den Computer lizensieren muss.

    Allerdings ist Tolino ein offenes System und deshalb recht praktisch, weil man alle epubs (also auch anderswo gekaufte oder kostenlose) in deren Cloud hochladen und direkt aufs Gerät schicken lassen kann, was einfach und meist ohne Macken funktioniert (PDF auch). ABER: Das geht nur ohne DRM-Schutz. Wenn es einen gibt, muss man sich irgendwie lizensieren lassen, und damit habe ich eben keine Erfahrung bei neuen Modellen. Ich schätze aber, dass man dir das Vorgehen in der Bibliothek erklären kann. (Um Missverständnisse auszuschließen: Wenn du DRM-geschützte Bücher über einen mit Tolino verbundenen Laden, etwas Hugendubel.de, kaufst, ist DRM oder sonstiger Schutz egal, weil das Buch in deren Online-Bibliothek liegt und damit für dein Gerät automatisch lizensiert wird.)

    Rein vom Gerät her (Akkulaufzeit, Bedienung, Hochladen der Bücher, Kauf) kann ich einen Tolino aber empfehlen. Wenn die Bibliothek die Kompatibilität absegnet, spricht nichts gegen einen Tolino, meine ich, und es gibt auch einigermaßen erschwingliche Modelle. Ich persönlich mag den Epos, weil er einen großen Bildschirm und Umblättertasten hat, aber er ist deutlich teurer als die kleineren. Aber er tut, was er soll, und das bisher ohne so viele Zicken wie der nun schon zweite selbstmordgefährdete Kindle Oasis. Zusatzkram wie Stifteingabe o.ä. kann man sich getrost sparen.

  • Vor der Frage stand ich Anfang des Jahres auch. Ich habe 12 Jahre lang eine kindle benutzt, weil es dort englische E-Books günstig gab. Als Amazon dann angekündigt hat, man könne zukünftig seine E-Books nicht mehr auf dem Computer lokal speichern, habe ich mich entschieden, aus dem Amazon-System auszusteigen. Auch, weil ich seit Trumps zweiter Amtszeit befürchte, dass sie einem Bücher von trans Autor*innen oder mit queeren Inhalten wieder klauen/löschen werden.


    Entschieden habe ich mich für Kobo. Das ist eine kanadische Firma und international wohl die Nummer 2 nach Kindle in Sachen E-Book-Reader. Tolino kam für mich nicht infrage, weil die mit Thalia zusammenhängen, einem Konzern, den ich auch nur bedingt sympathisch finde. Irgendwie gibt es aber auch ein Partnerschaft zwischen Kobo und Tolino, weshalb man den Kobo-Reader nicht auf direktem Wege dort kaufen kann. Ich musste ihn mir ironinscherweise bei Amazon bestellen. Aber der Kobo-Shop funktioniert gut.


    Einziger Kritikpunkt am Reader bisher: Manchmal, wenn ich ihn antippe um weiterzublättern, tut er das nicht. Tippe ich noch mal, springt er direkt zwei Seiten weiter. Aber das passiert mir beim physischen Buch auch manchmal beim Umblättern. Ach ja, und wenn ich ihn aus- und wieder einschalte, lande ich jedes mal wieder auf der Startseite, und muss meine aktuelle Lektüre erste wieder antippen. Der kindle blieb im aktuellen Buch. Und die Beleuchtung ist nicht so angenehm wie beim Kindle. Die brauche ich aber äußerst selten.

  • Danke schon mal für eure Antworten.


    Das mit DRM über Adobe ging bisher immer problemlos. Nur eben jetzt mit der Onnleihe nicht mehr. ich hab bisher immer über den PC die Bücher ausgeliehen oder gekauft und dann auf den Reader geschoben. Der Reader ist zwar WLAN fähig, war mir aber immer zu langsam. Außerdem lässt sich über den Rechner die Dateienstruktur im Reader schöner ordnen.


    Was ich jetzt bisher im Netz gefunden habe scheinen Kobo und Tolino die gleichen Geräte zu sein, nur mit einem anderen Branding. Sofern man dieser Information aus dem Netz glauben kann.

    Womöglich sieht dann eben die Bedienoberfläche sehr unterschiedlich aus.


    Interessant klingt momentan für mich tatsächlich Pocketbook. Eine Schweizer Firma (wenn man dem Netz glaube darf ursprünglich aus der Ukraine). Je nach Modell kann das Gerät neben den gängigen Formaten, wohl auch lizenzfreie eBooks von Amazon (im Amazonformat für den Kindle) nutzen. Wobei sich mir die Frage stellt, wie viele lizenzfreie eBooks es dort tatsächlich gibt. Vermutlich hauptsächlich im Selfpublishing-Bereich.

    Eigentlich wollte ich nicht viel Schnickschnack, aber wasserfest, Farbdisplay, 7`` Display, Vorlesefunktion, Abspielen von Audiobooks klingen auch gut, gerade wenn es auch die Kinder nutzen wollen.

    Der PocketBook Era Color klingt am interessantesten.

    Mit der Marke hat vermutlich hier keiner Erfahrungen?


    Da wir Freitag in den Urlaub fahren, ist es vermutlich auch etwas riskant noch schnell einen zu bestellen.


    Vielleicht schau ich auch bei Gelegenheit mal bei Thalia vorbei und schau mir einfach mal ein paar Tolino Modelle an. Ist immer schön mal ein Gerät in der Hand gehabt zu haben bevor man sich zu Kauf entscheidet.

  • Die Geräte von Kobo und Tolino sind, soweit ich weiß, tatsächlich identisch, aber die Software ist unterschiedlich und wohl nicht automatisch kompatibel.

    Beim Hugendubel kann man in der Regel die Modelle im Laden austesten. Was mir gefällt, ist der deutsche Service per Telefon. Ungeschützte ebooks kann man per USB oder über die Bibliothek draufladen, angeblich so gut wie alle Formate, aber das habe ich nie getestet.

    Andere Reader kenne ich nicht, aber wenn du viel aus der Bibliothek leihen möchtest, würde ich deren bevorzugte Marke nehmen.

    DRM scheint deutlich komplizierter geworden zu sein ...

    Lizenzfreie Bücher von Amazon ... hm, vielleicht gibt es welche, aber wenn man die nicht mehr speichern kann auf dem PC, wüsste ich nicht, wie man die übertragen kann.

  • Meine Antwort kommt recht spät...

    Ich hatte vor ein paar Jahren mal einen eReader von Pocketbook, weil ich mich auch ungern an Amazon oder Thalia binden wollte.


    Das war eigentlich ein tolles Gerät. Ich meine, Onleihe wäre auch gegangen (nutze ich über den Browser).

    Der Kundenservice lief an sich sehr gut über eMail-Support, z.B. als ich das Neugerät mit dem Onlineshop meines lokalen Buchladens verknüpfen wollte. Dass man dafür überhaupt eine Mail schreiben musste, war etwas seltsam, aber ich habe auch verstanden, dass sie nicht eine perfekt vorinstallierte Infrastruktur ahnlich wie bei Tolino aufbauen können.


    Einziges Problem: der Akku ging superschnell kaputt. Einmal eingeschickt und "repariert" bekommen. Kurz drauf wieder kaputt, wobei sich der Akku schön aufgebläht hat. Das war aber kurz nach Ablauf der Garantie für den Akku (6 Monate). Ich wollte dann nicht auf eigene Kosten einen baugleichen Akku einbauen lassen, der vielleicht genauso ein Schrott ist. Alternativ hätte ich noch ein wenig Rabatt für ein neues Gerät bekommen können.


    Dann habe ich erstmal doch einen günstigen Tolino geholt.

    Meine Erfahrung mag ein Einzelfall gewesen sein, und ist nun auch eine Weile her, aber ich wollte mein Glück fürs Erste nicht noch einmal mit Pocketbook versuchen.


    Von dem Tolino bin ich jetzt auch nicht übermäßig begeistert, weil er ein bisschen lahm ist - ist halt ein günstiges Modell (Page 2) und nun auch schon ein paar Jahre alt. Aber er tut, was er soll: ich kann lesen. Mit Hintergrundbeleuchtung.

    Ich kann die Onleihe nutzen (über den Browser in meinem Fall), was ich jetzt aber eine Weile nicht mehr gemacht habe. Falls es da in letzter Zeit Änderungen gab, bin ich evtl. nicht auf dem neuesten Stand.

    Ich kann epubs drauf laden und lesen, die ich irgendwo anders gekauft habe.


    Man muss einen Tolino auch nicht über Thalia kaufen und mit Thalia verknüpft betreiben. Viele andere Läden arbeiten mit Tolino, auch kleine Läden, die sich über meineBUCHhandlung organisieren.


    Falls ihr euren Internetdoktor auf das Thema machen wollt, es gibt Interforen für alles: https://www.e-reader-forum.de/ :biggrin2:


    Ich bin nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit, denke ab und an aber auch über die Anschaffung eines leistungsfähigeren Modells nach und müsste mich auch mal weiter schlau machen.

  • Danke für eure Antworten.

    Ich hatte tatsächlich sehr kurzfristig den Pocketbook Era (7 Zoll) vor dem Urlaub gekauft. Nicht den Color, da wohl bei Farbdisplays, laut zahlreicher Bewertungen zu berschiedenen Anbietern und Modellen, im allgemeinen der Kontrast nicht so hoch ist und man dauerhaft die Beleuchtung braucht, was enorm Akkuladung kostet.

    Bis jetzt hat ihn aber hauptsächlich die Tochter verwendet. Von daher kann ich nicht viel bewerten.

    Die Onleihe und Einrichten des Geräts hat zumindest gut funktioniert. Die Halteleiste an der Seite finde ich auch super. Das Display hat auch ein gutes, klares Bild. Die Beleuchtung finde ich auch toll, hatte ich bisher noch nicht beim alten Gerät von Sony.

    Aber danke für den Hinweis mit dem Akku. Das werde ich beobachten, ob das ein häufiges Problem ist. Ich hatte nämlich überlegt, wenn das Gerät gut läuft, Pocketbook mit noch größerem Display für zu Hause zuzulegen.


    Ich denke, ich werde mal trotz allem in unserem großen Thalia verschiedene Tolinos zum Vergleich anschauen. Die haben meist mehrere Modelle da.


    Jetzt muss ich mal schauen, ob ich bei meinem Adobe Account die E-Mail-Adresse ändern kann.GMx hat meine Uralt-Adresse gesperrt wegen irgendeinem Hackerangriff (Unregelmäßigkeiten bei Login Versuchen). Jetzt hab ich trotz zig Versuchen mich zu authentifizieren keinen Zugriff mehr. Und darüber läuft ADE. Beim Versuch mich einzuloggen wollen die erstmal eine Machricht an GMX mit einem Link schicken... Ein Mist. Wenn ich einen neuen Account erstelle, dann hab ich möglicherweise keinen Zugriff mehr darüber auf beteits gekaufte eBooks. Der Fluch der Digitalisierung. Mit gedruckten Büchern wäre das nicht passiert.

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