Am vergangenen Freitag wurden die Preisträger des diesjährigen Prix Imaginales im Rahmen des bereits seit vielen Jahren stattfindenden gleichnamigen Festivals in Epinal bekanntgegeben. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass eines der französischsprachigen Werke auf Deutsch erscheinen wird, wollte ich die Preisträger auch ein bisschen aus Respekt vor der Phantastikszene unseres westlichen Nachbarlandes hier posten.* (Außerdem - ganz so unwahrscheinlich ist es auch wieder nicht, denn es gibt auch eine Comic-Kategorie, und der im letzten Jahr mit dem dem Preis ausgezeichnete Roman hat es tatsächlich bereits im letzten Herbst nach Deutschland geschafft.)
Roman francophone:
Kosigan, un printemps de sang, Fabien Cerutti (Éditions Mnémos)
Roman étranger traduit:
Les Cités divines, tome 1 : La Cité des marches, Robert Jackson Bennett (traduit par Laurent Philibert-Caillat; Albin Michel Imaginaire)
Jeunesse:
La Tisseuse de vents, Nina Lan (Didier Jeunesse)
Bande dessinée relevant de l’imaginaire au sens large (de 3 à 6 ans):
Un abri, Adrien Parlange (La Partie)
Illustration:
Dragons & Merveilles, Philippe-Henri Turin (Gautier-Languereau)
Bande dessinée (Fantasy, Science-fiction, anticipation…):
La Cuisine des ogres, trois-fois-morte, Fabien Vehlmann et Jean-Baptiste Andreae (Rue de Sèvres)
Kosigan, un printemps de sang ist bereits der sechste Roman eines zu Beginn des Hundertjährigen Krieges spielenden Zyklus' historischer Fantasy um Le Bâtard de Kosigan, einen von seiner Familie verstoßenen burgundischen Adligen, der in Frankreich recht erfolgreich ist.**
Dass der erste Band von Robert Jackson Bennetts Divine Cities (der auch ins Deutsche übersetzt wurde) preiswürdig ist, wird wohl kaum jemand bestreiten.
Über die anderen Preisträger kann ich nichts sagen - außer, dass die Namen Fabien Vehlmann und Jean-Baptiste Andreae für Comic-Interessierte beide einen sehr guten Klang haben. (Und ich gehe davon aus, dass der Comic über kurz oder lang auch hierzulande erscheinen wird.)
* - da mir die Idee erst jetzt gekommen ist (sonst hätte ich auch schon die Shortlist gepostet), werde ich die Preisträger des anderen großen französischen Phantastikpreises - des Grand Prix de l’Imaginaire -, der bereits vorher verliehen wurde, demnächst hier nachreichen.
** - wenn man - so wie ich - gelegentlich mit einem Übersetzungsprogramm überprüft, ob man bei einem Text in einer Sprache, in der man alles andere als sicher ist, alles richtig verstanden hat, kann man auf lustige Ergebnisse stoßen: "Der Bastard von Kosigan entführt uns in eine köstliche uchronische Champagnerwelt(!), ein einzigartiges Universum, das der Geschichte einen echten Mehrwert verleiht ..." ![]()