Damien Broderick (1944 - 2025)

  • Wie das amerikanische Fachmagazin Locus heute meldet, ist der australische SF-Autor, Kritiker und Wissenschaftler Damien Broderick am Samstag, dem 19. April 2025, im Alter von 80 Jahren in seiner Wahlheimat Portugal verstorben.

    Damien Francis Broderick wurde am 22. April 1944 in Melbourne geboren und hat sich sowohl als SF-Autor wie auch als SF-Kritiker einen Namen gemacht, und er dürfte der wohl wichtigste australische SF-Autor des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts gewesen sein. In Deutschland konnte man hiervon allerdings nicht viel mitbekommen, denn von seinem umfangreichen, mehr als 70 Bücher umfassenden, aus Romanen, Sekundärliteratur und Sachbüchern bestehendem Oeuvre wurden gerade mal ein Roman - Die träumenden Drachen (1983; OT: The Dreaming Dragons: A Time Opera (1980); dieser Roman bildet den Auftakt der sechsbändigen Sequenz The Faustus Hexagram und wurde 2009 in einer revidierten Fassung als The Dreaming wiederveröffentlicht) - und ein Sachbuch - Die molekulare Manufaktur : wie Nanotechnologie unsere Zukunft beeinflusst (2003; OT: The Spike: Accelerating into the Unimaginable Future (1997)) - übersetzt; hinzu kommen eine längere und eine kürzere Erzählung.

    Da ich im Gegensatz zu manchen anderen Autoren und Autorinnen, die auf dem deutschen Markt nicht oder kaum präsent waren, nichts von Damien Broderick im Original gelesen habe, wird dies ein sehr kurzer Beitrag, denn ich kann zu seinem Schaffen eigentlich nichts sagen und verweise daher bei Interesse auf seinen Eintrag in der Encyclopedia of Science Fiction als erste Anlaufstelle.

    R.I.P., Damien Broderick!

    Beware the stories you read or tell; subtly, at night, beneath the waters of consciousness, they are altering your world. (Ben Okri)

    Edited once, last by gero ().

  • Ich habe mir auch kurz überlegt, ob ich die Meldung überhaupt bringen soll, denn für vor allem an Fantasy Interessierte war Broderick eigentlich bedeutungslos. Aber letztlich war er mir dann doch wichtig genug (im Sinne von auf das gesamte phantastische Genre bezogen), um einen kurzen Text zu schreiben. Aber ich habe mir halt auch nicht die Mühe gemacht, noch lange rumzurecherchieren, um vielleicht etwas über seine Romane oder seine sekundärliterarischen Arbeiten sagen zu können. :nixweiss:


    Lustigerweise habe ich nicht nur Die träumenden Drachen hier (und vermutlich auch gelesen, auch wenn ich mich an nichts mehr erinnern kann), sondern tatsächlich auch einen seiner Romane im Original: The Black Grail hat vermutlich aufgrund des Zelazny-Zitats auf der Avon-Ausgabe den Weg zu mir gefunden, und als ich reingeschaut habe, habe ich mich tatsächlich vage an ein bisschen was erinnert. (Zum Glück habe ich das nicht gecheckt, bevor ich den obigen Text geschrieben habe, denn dann hätte ich wahrscheinlich mehr Aufwand betrieben ... der sich letztlich ja doch nicht lohnt. ;))

    Beware the stories you read or tell; subtly, at night, beneath the waters of consciousness, they are altering your world. (Ben Okri)

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