Vorschauen 2021/22 (Herbst - Winter)

  • 'Nen ganzen Tag früher als letztes Jahr eröffen wir den Vorschauen-Reigen

    (und wer was dazu sagen will, soll bitte jetzt nicht schweigen) ... :biggrin2: (sorry, manchmal bin ich albern ...)


    Okay, jetzt aber ... den Anfang macht dieses Jahr Piper: Herbstprogramm 2021 Fantasy und Science-Fiction


    Da ist zumindest eine richtige Überraschung drin, bei der ich gespannt bin, wie bzw. ob das hierzulande funktioniert.

    Beware the stories you read or tell; subtly, at night, beneath the waters of consciousness, they are altering your world. (Ben Okri)

  • Es wird mMn nur dann funktionieren, wenn der Roman ein Lesepublikum jenseits der SF-Bubble - egal, ob woke oder ... äh ... nicht woke - erreicht, was (ebenfalls nur mMn) eigentlich nur dann gelingen kann, wenn die gesellschaftspolitische Komponente sich als "Andockpunkt" erweist. Kann klappen, aber ... sagen wir es so: ich bin da doch sehr skeptisch. :zweifel:

    Beware the stories you read or tell; subtly, at night, beneath the waters of consciousness, they are altering your world. (Ben Okri)

  • @ herb:


    Sorry, ich vergesse manchmal, dass manche Dinge für Leute, die nicht so tief in der Szene drinstecken (bzw. nicht regelmäßig bestimmte englischsprachige Websites lesen), nicht so offensichtlich sind, wie für mich. Soll heißen, ich wollte da gar nicht kryptisch sein, sondern einfach nur denen, die ins PDF schauen, die Überraschung nicht nehmen.


    Lustig finde ich, dass wir (= Pogo und ich, iirc) über genau diesen Titel erst vor ein paar Wochen in einem anderen Thread (ich glaube, es war der mit den Frühjahrs-Vorschauen) gesprochen haben und uns einig waren, dass The Calculating Stars es auf dem deutschen Markt schwer hätte. Deshalb hat mich schon ein bisschen überrascht, dass Piper den Titel jetzt bringt. (Ansonsten finde ich in dem Programm auch eher nichts. :nixweiss:)

    Beware the stories you read or tell; subtly, at night, beneath the waters of consciousness, they are altering your world. (Ben Okri)

  • Wie, "Der Zauber von Wein und Lavendel" ist nichts für dich? Dabei wird hier doch endlich eingelöst, was vor Jahren angekündigt wurde: Fantasy bekommt den Status von Krimis. Ist doch so richtige "Regional-Fantasy".

  • Ach, ich weiß nicht ...


    Ich glaube, da schaue ich mir lieber mal wieder Jean de Florette und Manons Rache an (oder lese die Vorlage Die Wasser der Hügel von Marcel Pagnol, die witzigerweise u.a. im gleichen Verlag erschienen ist), wenn ich Lust auf eine in "Fronkreisch" spielende Geschichte habe. Gut, es gibt keine Weinberge, aber dafür andere Berge und Hügel.

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  • Vielen Dank für die Aufklärung! Hab mir das mal ein bisschen ergoogelt, aber das Thema reizt mich überhaupt nicht.

    Da gönne ich mir lieber sowas wie den neuen K J Parker (The Big Score). Im SF Bereich siehts für mich eher düster aus, aber naja. Kann ja Dune nochmal lesen, das geht eigentlich immer :)

  • Hach, die Vorschauzeit. Eigentlich ja seit einiger Zeit ein eher frustrierendes Thema, aber für mich jetzt eine willkommene Abwechslung. Danke für den Link.

    Heitz kehrt zu den Zwergen zurück, Hennen zu den Elfen, das zeigt sicher auch, wie gut (oder eben nicht) sich inzwischen die neueren Werke verkaufen, die in anderen Welten spielen.


    Ein Trend scheint mir zu sein, Bücher, die früher als dicker Wälzer von 900 Seiten veröffentlich worden wären, jetzt eher auf zwei Bände aufzuteilen. Siehe "Die Rückkehr der Zwerge" oder das neue Werk von James Sullivan bei Piper. Vor noch nicht allzu langer Zeit stand in den Verträgen bei Fantasybüchern oft ein Seitenminimum von 500 drin. Und die Bücher werden auch in einem Abstand von zwei Monaten veröffentlicht. Ist das jetzt das Buchsplitting, das wir sonst von Übersetzungen kennen? Oder hat es doch einfach inhaltliche Gründe?


    Bei Sonja Rüthers "Geisterkrieger" scheint es ähnlich zu laufen.


    Viele deutsche Autor*innen. Wenig Übersetzungen.*


    Für mich ist in dem Programm nichts dabei.


    *ist keine Kritik, nur eine Feststellung

  • Die Reihe der besonderen Kinder kommt zum Ende. Da könnte ich mir tatsächlich überlegen die beiden letzten Bände noch zu lesen. Den ersten Band fand ich gut. Einfach die Stimmung "ist das jetzt echt oder bildet sich das die Hauptfigur nur ein", die sich fast bis zum Ende des Buches durchzieht. Der zweite Band war noch eine ganz nette Abenteuergeschichte. Beim dritten dachte ich, ok das war eben der Abschluss. Der vierte hat sich so richtig gezogen. :nixweiss:

  • Auf den ersten Blick schaut das Knaur-Programm geschrumpft aus. Auf den zweiten dann erst recht. Was Pogo zum Programm geschrieben hat, kann ich nur unterstreichen. Interessant ist die Frage, warum die Bücher gefühlt wieder häufiger geteilt werden. Ist es alleine der größere Umsatz? Oder haben die Leser die dicken Wälzer satt? Geht es den Verlagen so viel schlechter? Vielleicht ist es von allem etwas. Die Zeiten für die großen Fantasy-Verlage scheinen sehr schwierig zu sein. Die Konkurrenz bzw. die Vielfalt der Self-Puplisher und Kleinverlage und sonstigen Angebote sich zu unterhalten, scheint mir auch immer größer zu werden.


    Naja, aber zurück zum Knaur-Programm. Für mich ist wenig dabei. Der fünfte Band von Sullivans "First Empire" steht bei mir auf dem Zettel (obwohl ich noch nicht angefangen habe, die Reihe zu lesen). Ansonsten aus dem Programm nichts. Die Heitz`schen Zwerge sind aber schon auch ein Hinweis auf eine gewisse Verzweiflung. Fehlt noch der abschließende Band von James Islingtons "Licanus-Saga", der auf Februar 2022 verschoben wurde und damit in die Zeit der neuen Vorschau fällt.

  • Beim Splitting wird es vermutlich vor allem darum gehen, Kosten zu senken (denn die Auflagen sinken immer noch), und das vermehrte Auftauchen von deutschsprachigen Autoren und Autorinnen dürfte zumindest teilweise dem gleichen Grund geschuldet sein. Lizenz + Übersetzung ist halt oft/meistens teurer als ein deutschsprachiger Titel.


    Es sei denn, wir haben es mit einem Bestsellerautor zu tun. :biggrin2: Denn ein Markus Heitz wird ganz gewiss deutlich höhere Vorschüsse bekommen als ein neuer Autor/eine neue Autorin oder jemand, den oder die man früher in der Midlist verortet hätte (welche ja aber bekanntlich praktisch nicht mehr existiert ... und die wenigsten Ex-Midlist-Autoren und -Autorinnen sind in die Bestseller-Liga aufgestiegen). Was mMn erklärt, warum der neue Zwerge-Band gesplittet wurde. Macht die Kalkulation leichter bzw. bringt schneller schwarze Zahlen (denn dass die schwarz werden, bezweifle ich nicht).


    Bei Sonja Rüther ist es so, dass der erste Band afaik eine Neuausgabe ist (OA im Drachenmond Verlag ... müsste 2017 oder '18 gewesen sein); da ist dann also nichts gesplittet, sondern das sind einfach zwei aufeinanderfolgende Bände.


    Lustig - so aus Übersetzersicht - ist natürlich auch, dass wenn Übersetzungen gemacht werden, die inzwischen zumeist von Autoren und Autorinnen oder von Ex-Lektoren und -Lektorinnen gemacht werden. (Das betrifft vor allem Droemer Knaur, aber gilt z.T. auch für andere Verlage.)


    Großartige Vorfreude- oder gar Kaufreflexe löst das Programm bei mir jetzt nicht aus. Aber hey - ich bin ganz sicher auch nicht Teil der Zielgruppe.

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  • Bei Sonja Rüther ist es so, dass der erste Band afaik eine Neuausgabe ist (OA im Drachenmond Verlag ... müsste 2017 oder '18 gewesen sein); da ist dann also nichts gesplittet, sondern das sind einfach zwei aufeinanderfolgende Bände.

    Ach ja, stimmt. Danke für den Hinweis. Den ersten Band hatte ich mal im Rahmen der Phantastik Bestenliste in meinen News.

  • Weiter geht's mit Lübbe/Bastei-Lübbe (ja, da gibt's nicht viel Phantastisches, aber so what):


    Lübbe Hardcover Herbst 2021

    Lübbe Taschenbuch Belletristik Herbst 2021

    Eichborn Herbst 2021

    ONE Vorschau Herbst 2021

    LYX Herbst 2021


    Im HC gibt's nichts Phantastisches - zumindest nichts, das ins Auge springt - im TB (heißt jetzt nur noch Lübbe TB und wird - wie beim HC auch - so richtig stylisch klein geschrieben, also "lübbe" ... äh, nun ja) findet sich tatsächlich ein bisschen was, wobei man vor allem auf deutsche Autoren und Autorinnen setzt. Immerhin gibt's viel Andreas Eschbach (u.a. Neuauflagen von Die Haarteppichknüpfer und Quest - und zumindest den erstgenannten Titel würde ich allen ans Herz legen, die ihn noch nicht kennen).


    Bei Eichborn gibt's iirc auch nichts Phantastisches, das ist aber insgesamt ein durchaus interessantes Programm, wenn man mal über den Tellerrand schaut.


    Bei ONE und LYX gibt's dann jede Menge Phantastisches, aber für diese Sachen bin ich definitiv nicht die Zielgruppe. Trotzdem ist es irgendwie faszinierend, zu sehen, was es da alles gibt. (Wobei ich auf den ersten Blick den Eindruck habe, dass LYX deutlich abgespeckt hat aka deutlich weniger Titel macht als früher. Das ist aber wie gesagt nur ein Eindruck, den ich nicht zu verifizieren versucht habe.)


    Da, wo es die o.g. Vorschauen gibt, gibt's auch noch ein Sachbuchprogramm und die Vorschauen der Kinder- bzw. Jugendbuchverlage Baumhaus und Boje; wer sich dafür interessiert, kann hier klicken.

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  • Als nächstes hätten wir Klett-Cotta:


    Hobbit Presse Herbst 2021

    Tropen Literatur & Sachbuch Herbst 2021


    Was die Hobbit-Presse-Vorschau angeht, kann man mal wieder feststellen, dass Hühner, die goldene Eier legen, sehr, sehr langlebig sind (auch wenn sie vielleicht mal das Federkleid wechseln ;)). Und in der Tropen-Vorschau ist jetzt nicht unbedingt was eindeutig Phantastisches drin, aber wenn man über den Tellerrand rauschaut, gibt's durchaus zwei, drei interessante Titel von interessanten Autoren und Autorinnen.


    Die Vorschauen der Verlagsgruppe Penguin Random House (argl ... wenn der Name wenigstens nach was klingen oder sich cool abkürzen lassen würde, aber "PRH" oder "VPRH", das klingt nach gestresstem Brauereipferd :zweifel:) müssten eigentlich auch demnächst vorliegen. Aber zumindest PDFs gibt's momentan noch keine. :nixweiss:


    (Den angekündigten Beitrag im NWotW-Thread muss ich leider auf morgen heute verschieben; ich habe gestern Abend zu lange telefoniert, dann noch nach den Vorschauen geschaut ... und jetzt bin ich müde und das Bett ruft ... :max: )

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  • Die Vorschauen der Verlagsgruppe Penguin Random House ... müssten eigentlich auch demnächst vorliegen ...

    Und tatsächlich - da sind sie :biggrin2::


    Blanvalet HC & PB | Limes | Penhaligon Herbst 2021

    Blanvalet Taschenbuch Herbst 2021


    Heyne HC | Heyne Hardcore | Diana HC | Blessing Herbst 2021

    Diana Taschenbuch | Heyne Taschenbuch Herbst 2021


    Ich hab' jetzt erstmal nur die vier Vorschauen verlinkt, in denen man sicher fündig wird; die restlichen muss ich mir gelegentlich anschauen, ob es sich lohnt, die zu verlinken (das gilt auch für die JuBu-Verlage, bei denen es sicher Einiges gibt - nur, interessiert das hier jemanden?).


    Bei Penhaligon kommt was, das manche Forumosen freuen wird. Und bei Blanvalet kommt was, das niemand überraschen dürfte. :biggrin2:


    Ins Heyne-Programm hab' ich noch nicht reingeschaut, aber da ich ungefähr weiß, was da kommen soll, lässt sich schon jetzt sagen, dass ... sagen wir mal die tollen Zeiten, in denen jeden Monat (verlagsübergreifend) mehrere interessante Titel erschienen sind, sie kommen auch diesen Herbst nicht wieder. :nixweiss:

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