@ Elric:
Naja, originelle Plots sind schon seit einiger Zeit Mangelware. Es kommt ja auch immer auf die Umsetzung an. Und eine Urban Fantasy, die keine Urban Fantasy (im üblichen Sinn) ist, hat doch auch was. ![]()
@ Vertigo:
Ich habe The Expanse aus bestimmten Gründen nie gelesen (und auch nur ein eine Serienfolge mal reingeschaut und dann festgestellt, dass das doch nicht so ganz meins ist), von daher kann ich über die dort zum Einsatz kommenden Figuren nichts sagen. Aber beim Long Price Quartet und The Dagger and the Coin trifft das mit den Abziehbildern oder Pappcharakteren mMn nicht zu. Sicher, auch da sind nicht alle Figuren wirklich "tief" charakterisiert - aber wo findet man das denn schon? Sowohl beim LPQ als auch bei TDatC machen einige Figuren eine Entwicklung durch (mal mehr, mal weniger), und die Nebenfiguren sind für mich immer noch ausreichend charakterisiert. So gesehen habe ich durchaus Hoffnung, dass auch die Figurentiefe wieder stimmt, wenn Daniel Abraham zur Fantasy zurückkehrt.
Andererseits muss ich natürlich zugeben, dass Abraham im Laufe der Zeit kommerzieller geworden ist. Nicht so sehr, dass es mich in TDatC wirklich gestört hätte, aber schon spürbar, wenn man Letzteres mit dem LPQ vergleicht. Klar, Autoren (und Autorinnen) wollen und müssen leben (bzw. einen neuen Verlagsvertrag kriegen - und den gibt's nur, wenn die Zahlen stimmen), deshalb kann ich das bei Abraham ebenso nachvollziehen wie bei einigen seiner Kollegen und Kolleginnen. Und hoffen, dass sich dieser Trend in Age of Ash nicht fortsetzt bzw. beschleunigt. We'll see ...