Titel noch unbekannt...

  • Mal wieder was von mir...^^


    Wie das Thema schon sagt, der Titel für diese Geschichte ist noch unbekannt. Noch! (Hoffentlich!) Wieder einmal aus einer meiner Ideen entsprungen, es geht mir hierbei nicht nur um die Story, sondern auch um meinen Schreibstil. (Jaa, die Story ist mir auch wichtig, aber ich will mich verbessern! Also, ich bin wie immer für jede Kritik offen! :)


    Juliet
    _________________________________________________________


    Ich laufe. Ich laufe so schnell ich kann über die Anhöhe mit den vereinzelten verkohlten Bäumen. Ich will nur weg von hier. Ich keuche und drehe mich im laufen um. Sie kommen mir nicht hinterher. Noch nicht. Oder sie sind am Fuße der Anhöhe im Schlamm stecken geblieben. Der Anblick, den ich mir bildlich vorstelle entringt mir einen kleinen Grinser. Ich stütze mich auf meinen Knien ab, und als mein Blick wieder nach oben schweift gefriert mir der Grinser im Gesicht.


    Vor mir baut sich eine weite Ebene auf, der Boden sandig, braun, ohne jedes Leben. Nur hier und da ein verkrüppelter Strauch. Das hat mir gerade noch gefehlt. Verzweifelt schaue ich zurück, wo die wilde Meute auf mich wartet, und nach vor, wo mich das elendige Leben als Wüstenratte erwartet. Doch ich brauche nicht zu überlegen. Ich werde in die Sandwüste gehen, Richtung Süden. Denn alles ist besser als in den Norden – und damit Richtung Storam, die Stadt der Verräter – zu gehen. Ich atme tief durch und laufe dann den Abhang hinunter, die Arme eingezogen, jederzeit bereit meinen Bogen zu spannen und zu schießen.


    Mir ist klar das ich hier auf der Ebene für alles und jeden sichtbar sein werde, ob es nun ein Falke ist, oder einer dieser ekelhaften Uras, deren Gestank schon Meilenweit zu riechen ist. Hilflos wie eine Fliege im Glas, aber trotzdem mit einer Spur Hoffnung fange ich meinen Marsch durch die Farzen-Wüste, wie sie von meinem Volk genannt wird, an...


    Ich laufe schnell. Nicht zu schnell, denn ich muss meine Kräfte schonen. Der schwere Rucksack auf meinem Rücken drückt. Doch dort drin ist alles was ich auf dieser Welt noch besitze. Und vor allem mein Wasser. Mein überlebensiwichtiges Wasser. Ich atme ruhig. Die Sonne brennt vom Himmel herab, und immer wenn ich meinen Blick zurückwende setzt mein Herz einen Schlag aus, doch die Uras und das ekelhafte Ungeziefer sind verschwunden. Nicht die geringste Staubwolke wird aufgewirbelt, ausser von meinen eigenen Schritten. Der Schweiß rinnt mir über die Schulterblätter über den Rücken, und ich stolpere. Setzte mich wiederwillig wieder auf. Ich muss etwas trinken.


    Ein schneller Blick in meinen Wasserbeutel genügt um mir zu sagen das das Wasser – sollte ich so weiterlaufen – geradenoch für einen Tag reicht, höchstens für 2, wenn ich sparsam bin. Und das muss ich. Verzweifelt rufe ich mir die Worte von Harim in den Kopf, versuche sie zu behalten, doch die Augen fallen mir zu. „Nicht aufgeben Mädchen. Auch wenn es nicht mehr weitergeht – nicht aufgeben.“


    Das hat er gesagt. Ich seufze, möchte mich auf dem staubigen, harten, heißen Boden zusammenrollen und einfach nur schlafen. Doch ich fühle das ich weitermuss. Ich muss weiter. Wenn es mich umbringt? Nun, dann habe ich es wenigstens versucht. Es geht nicht nur um micht, es geht um mehr.


    Auf einmal ist mir bewusst das es nicht nur der Schweiß ist, der mir über die Wangen läuft, sondern auch Tränen. Trotzig wische ich sie weg und stemme mich vom Boden auf. Ich werde nicht jämmerlich hier verdursten oder in Selbstmitleid versinken wie einer dieser Tatzenbären, die immer nur heulen. Als ich den ersten Schritt in Richtung Süden gesetzt habe weiß ich das ich auf dem Richtigen Weg bin, und verbissen kämpfe ich mich Meter für Meter, Meile für Meile durch die Farzen-Wüste.


    Stunden später. Hinter mir ist noch immer nichts zu sehen, was mich ehrlich gesagt etwas nachdenklich macht. Wo sind sie? Oder wollen sie einfach nicht durch die Wüste? Ich lasse mich unter den Schatten eines vertrockneten Baums sinken und beobachte die untergehende Sonne. Jetzt beginnt wieder einmal das ausharren. Ich weiß das hier in der Gegend Wüstenwölfe herumstreunen, und ich weiß auch das ich nicht nähere Bekanntschaft mit ihnen machen will. Ich schrecke zusammen. Ein Rascheln! Rund um mich ist nichts zu sehen. Da! Wieder! Ich stehe mit einer fließenden Bewegung auf und ziehe gleichzeitig meinen Dolch, der im Schaft meines Laufstiefel steckt.


    Ich bin auf alles gefasst. Als ich abermals ein Rascheln höre wende ich meinen Blick zu Boden. Im vertrockneten Gras, das rund um den kleinen Baum gewachsen ist, und im fast Dunkel sehe ich eine Wüstenratte. Seufzend lasse ich den Dolch sinken. Ungefährlich. Ich ignoriere die Ratte geflissentlich, sie wäre sowieso keine Mahlzeit für mich. Als ich den Dolch wieder in den Schaft zurückstecke berühre ich zufällig das eingestickte kleine Kleeblatt, das vom Sand beschmutzt ebenfalls am Schaft prangt. Ich wische den Staub ab und lehne mich mit einem Seufzer an den dünnen Stamm des Baumes.


    Das Kleeblatt, mein Zeichen. Rosylin. Mein Name. Und mein Zeichen, ein Kleeblatt. Wärend meine Augen die Umgebung nach Bewegungen absuchen schweifen meine Gedanken ab, zu dem Tag an dem man mir erklärte was es mit alldem auf sich hatte. In Bezug auf meine Namen.


    „Rosylin. Rose, in unserer Sprache, und Balik, Kleeblatt. Blumen, in deinen Augen, Rosy, aber du bist dadurch etwas besonderes! Als du geboren wurdest blühte eine Rose im Garten. Nur diese eine. Inmitten von Kleeblättern. Das mag nicht sehr kreativ klingen, aber es sagte uns das wir viel von dir erwarten werden, und das du unsere Erwartungen erfüllen wirst.“


    Es war meine Mutter, die mir dies sagte. Und jetzt sitze ich hier, in der Wüste, Meilenweit nur Sand und Steine um mich. Nichts regt sich, meine scharfen Augen sehen auch im Dunkeln gut, aber sie sehen nichts.


    Mit dem Gedanken an meine Mutter kommen auch die anderen Gedanken wieder, die ich monatelang zu verdrängen versucht habe. Mein Bruder. Estel. Sei Gesicht schwebt vor mir, und es ist fast als ob er zu mir spricht. Doch ich habe ihn seit über zwei Jahren nicht mehr persönlich gesehen. Briefe habe ich bekommen, aber alles andere wurde zu gefährlich.


    Verdammt, ich werd auch noch sentimental. Ich kann es nicht aufhalten das mir die Tränen über die Wangen laufen, gerade jetzt, wo es fast aussichtslos scheint, fange ich an meine Gefühle loszulassen. Werde schwach. Ich habe nie geweint. Nicht als ich die Festung von Benhelm erklommen habe, auch nicht nach dem ersten Zusammentreffen mit den Uras, das ich nur knapp überlebt habe. Nicht einmal als Torim, mein letzter Gefährte aus Elbheim unter dem Schwert von einem grauenhaften Namenlosen Monster gefallen ist.


    Die Szenen sind noch scharf vor meinen Augen, sie sind noch immer hier. Ich kneife die Augen zusammen, die Tränen laufen wie kleine Perlen über mein Sandiges Gesicht.


    „Lauf, Rosylin! Sie sind hinter uns!“ Sein Gesicht ist schmerzverzerrt, ich drehe wieder um, helfe ihm den Pfeil aus seiner Schulter zu ziehen. Er stöhnt auf. „Danke..“
    Ich nicke, zu schwach um etwas zu sagen. „Wenn du glaubst ich gehe ohne dich hier weg, hast du dich getäuscht, Torim.“ Ich möchte lächeln, es gelingt mir nicht. „Jeder muss einmal gehen, das weißt du.“ Er sinkt immer weiter gen Boden, doch ich stütze ihn. Irgendwoher kommt eine neue Slave Pfeile, aber ich werfe mich über ihn, als ob das noch etwas nützen würde. Das Grölen der Herde Stachelbuckel und Uras ist zu hören, sie trampeln in einem Rhytmus, der mir immer in den Ohren bleiben wird.


    Tram, tram, tramtramtram.


    „Weine nicht um mich, Rosy. Versprich es mir.“ Ich nicke zögernd, nur wiederwillig. Ich klammere mich an seine Hand. „Komm jetzt hoch! Du kannst das!“ Ich ziehe ihn hoch, doch er steht nicht auf. Versucht es zwar, kann aber nicht. Auf einmal höre ich ein tiefes Schnauben hinter mir. Reflexartig greife ich mein Schwert, das ich locker in der Hand gehalten habe fester und drehe mich um. Toram liegt hinter mir.


    Die Bestie ist eine der Namenlosen, keiner hat es für nötig gehalten diesen Kreaturen einen zu geben. Doch daran denke ich in diesem Augenblick nicht. Ich wappne mich, ignoriere den stechenden Schmerk in meinem linken Oberarm, bin bereit zu kämpfen. Die Bestie schlägt mit der Keule auf mich ein, ich bin jedoch zu schnell dafür. Beinahe hätte ich sie zum Fall gebracht, hätten mich nicht seine Kumpanen von allen Seiten umstellt...


    Ich schüttle den Kopf. Ich verbanne den Gedanken daran wieder in meinem Kopf. Doch trotzdem hallen Torims allerletzte Worte in meinem Kopf wieder. „Immer weiter...“


    Das hat er gesagt, bevor ihn der Speer durchborte.


    Ich wische trotzig meine Tränen weg, versuche wieder die Umgebung zu kontrollieren. Doch es ist still. Zu still.


    Die Nacht erscheint mir endlos lang, ich mache trotz der Kälte kein Feuer, es wäre zu gefährlich. Mit dem ersten Sonnenstrahl mache ich mich wieder auf den Weg, versuche in der kühlen Morgensonne so viele Meilen wie möglich hinter mir zu lassen, doch trotzdem wird es immer heißer.

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

    Edited once, last by Juliet ().

  • Also gut, wie es aussieht wartet mal wieder arbeit auf mich *mit den Fingern knack* Fangen wir an^^


    Quote

    Der Anblick, den ich mir bildlich vorstelle


    klingt ein wenig holprig bildlich/vorstellte, es reicht eigentlich wenn du schreibst: Der Anblick, den ich mir vorstellte\ ich weiß natürlich was du damit ausdrücken wolltest, du wolltest das ganze nochmal mit dem Wort 'bildlich' unterstreichen/betonen hier wäre das Wort 'lebhaft' noch möglich


    Quote

    Ich keuche und drehe mich im laufen um


    Da du in dieser Situation versuchst Hektik und Tempo aus zu drücken würd ich dir empfehlen parataktisch zu schreiben. Das heißt in Hauptsätzen. Bringt einfach mehr Dynamik und Geschwindigkeit. Indem Fall zum Beispiel: "Im laufen drehe ich mich um."
    Der Tipp hier nochmal zusammen gefasst: Wenn du Geschwindigkeit und Hektik oder Tempo beschreiben willst, nimm parataktische (kurze Hauptsätze) bei Beschreibungen, oder normalen Abläufen mischt du einfach kurze mit langen Sätzen.
    Man kann natürlich auch (wenn man es wirklich kann) auch der Dramatik wegen Hektik und Geschwindigkeit mit langen Sätzen in die Länge ziehen, ähnlich einer Zeitlupe, aber das sollte man nur bei entsprechendem Können einsetzen^^ an falscher Stelle wirkt es lächerlich.


    Quote

    der Grinser im Gesicht.


    Hab gelacht^^ klingt witzig und das ist in dieser Situation ungünstig. Sag lieber: Gefror mein grinsen im Gesicht/oder/ du benutzt die Emotion die dahinter steht als bildhaftes Mittel und sagst: gefror mir die Schadenfreude im Gesicht. Ich denke jeder kann sich dann diesen Blick vorstellen ohne eine Beschreibung zu haben dass die Gesichtszüge sich nicht mehr bewegten^^


    Quote

    Vor mir baut sich eine weite Ebene auf, der Boden sandig, braun, ohne jedes Leben.


    Klingt gut, Lob muss ja auch sein ;)


    Quote

    elendige Leben als Wüstenratte erwartet


    Klingt toll


    Quote

    Doch ich brauche


    Einen Fehler den ich bei meinen Erstschriften IMMER mache ist das Wort 'doch' an den Anfängen von Sätzen! Wenn man sich das mal laut vorliest und regelmäßig ein Satz mit dem Wort anfängt hört sich das einfach schlecht an. Versuch immer das Wörtchen am Satzanfang zu vermeiden. Dann ist es gleich viel bedeutender, wenn ein Satz dann doch mal damit anfängt...


    Quote

    Richtung Süden


    Schreib 'der Sonne entgegen' klingt einfach kreativer und suggeriert unbewusst beim Leser das Gefühl der Hoffung, 'dem Licht entgegen', den Schatten hinter sich lassend ;)
    Man darf unterbewusste Wirkungsweisen von Schreibtechniken nicht unterschätzen^^


    Quote

    zu gehen


    kannste weglassen hört sich dann besser an


    Quote

    und laufe dann den Abhang hinunter


    'stolpere den Abhang hinunter' klingt ein wenig lebendiger


    Quote

    Hilflos wie eine Fliege im Glas


    ein sehr gutes Bild auch wenn du noch nicht ahnst warum, versuch den Vergleich mit der Fliege mal besser zu beschreiben. Gefangen wie eine Fliege im Glas, die Freiheit und das Leben draußen sehend, doch unnerreichbar... sowas in der Art^^


    Quote

    Farzen-Wüste, wie sie von meinem Volk genannt wird, an


    klingt holprig, stell den Satz mal ein wenig um ;). Ansonsten kannst du ihn auch in zwei Teile teilen in deren Sätze du auch noch ein paar mehr Informationen packen kannst


    Quote

    Und das muss ich

    ... sein. ;)


    Quote

    „Nicht aufgeben Mädchen. Auch wenn es nicht mehr weitergeht – nicht aufgeben.“


    Ich find da muss schon etwas mehr hin, würde dich das wirklich motivieren dieser kurze Satz?^^ Vielleicht irgend eine Erinnerung an ihre Mutter, oder eine Weisheit die sie von diesem oder jenem gehört hat die hilfreich ist


    Quote

    staubigen, harten, heißen Boden


    ich habe bei mir selber gemerkt, dass es einfach besser ist maximal 2 Wörter zum beschreiben zu benutzen aber wenn möglich nur 1 und die Restlichen in Sätze auf zu teilen. In dem Fall: 'heißen Boden' weil das für mich erstmal das primär attribut ist, dass sie ja am eigenen Hintern bemerkt und dann kann man beschreiben wie sie: 'den harten Fels auf ihren Hintern spürt und der Staub sie zum Niesen bringt'. Du weißt ja was ich mein ;)


    Quote

    Doch ich fühle das ich weitermuss


    klingt schwach. Hört sich ungezwungener an als die Situation ist. Welche Emotion treibt sie weiter? Wie fühlt sich das in ihrem Bauch an? In ihrem Kopf. Sowas hat physische Auswirkungen.


    Quote

    Ich werde nicht jämmerlich hier verdursten


    Ich werde HIER nicht jämmerlich verdursten ;)


    Quote

    Stunden später.


    Mach bitte nen ganzen Satz drauß, ich weiß was du damit sagen willst, doch es bekommt mehr dramatik wenn du zum Beispiel schreibst: "Stunden der Tortur später" oder 'Stunden voller salziger Tränen und glühenden Wangen später."


    Quote

    Wüstenratte


    Ich unterstelle dir die Ironie der Situation mal als beabsichtigt, dass du die echte Wüstenratte als Gegenüberstellung zum Bild das du oben gebracht hast mit dem Mädchen als übertragene Wüstenratte ;)


    Quote

    sie wäre sowieso keine Mahlzeit für mich


    Ganz ehrlich? Ich hab genügend Survival-Sendungen auf DMAX gesehen um zu Wissen, dass man wirklich jede noch so magere und eklige Chance nutzen muss die kommt. Und in einer Wüste gehört eine Ratte schon zu den größeren Essbaren Tieren, die man gefahrlos jagen kann. ^^


    Quote

    In Bezug auf meine Namen.


    Kannste weglassen. Stichwort: "So viel wie möglich, so wenig wie nötig.


    Quote

    „Rosylin. Rose, in unserer Sprache, und Balik, Kleeblatt. Blumen, in deinen Augen, Rosy, aber du bist dadurch etwas besonderes! Als du geboren wurdest blühte eine Rose im Garten. Nur diese eine. Inmitten von Kleeblättern. Das mag nicht sehr kreativ klingen, aber es sagte uns das wir viel von dir erwarten werden, und das du unsere Erwartungen erfüllen wirst.“


    Klingt schön :)


    Quote

    nur Sand und Steine um mich


    Das Flimmern in der Luft nicht vergessen, dass ihr die Sicht trübt ;)


    Quote

    Tränen laufen wie kleine Perlen über mein Sandiges Gesicht


    Schön.


    Quote

    „Jeder muss einmal gehen, das weißt du.“


    klingt ein wenig schwach, ein bisschen mehr 'Drama' und Inhalt in seine Worte irgendwelche Worte an die sich der Leser auch noch am Ende des Buches erinnert wenn sie nochmals mit dieser Situation konfrontiert wird ;)


    Quote

    doch


    Weg :P


    Quote

    der mir immer in den Ohren bleiben wird


    ...der in meinen Herzschlag überging und mich immer an diesem Moment erinnerte...? Klingt vielleicht dramatischer :P


    Quote

    Tram, tram, tramtramtram.


    kommt jetz nicht so rüber, nehm lieber 'BUMM's^^


    Quote

    „Weine nicht um mich, Rosy. Versprich es mir.


    Wie oben schon genannt, hört sich clicheehaft an, lass ihn einzigartigere Wörter sagen^^
    Ach ja, und in diesen Rückblenden solltest du die 1. Vergangenheit benutzen


    Quote

    Reflexartig greife ich mein Schwert, das ich locker in der Hand gehalten habe fester und drehe mich um


    Klingt nicht so gut, lass es entweder in der Erde stecken oder stell den Satz um, weil man durch 'Reflexartig greife ich mein Schwert' erst denken könnte es läge daneben oder steckt in der Erde neben ihr


    Quote

    Toram liegt hinter mir.


    Kannste weglassen, erschließt sich aus der Tatsache, dass sie sich umdreht


    Quote

    keiner hat es für nötig gehalten diesen Kreaturen einen zu geben


    Warum? Ist an dieser Stelle eine Frage die sich der Leser auf jeden Fall stellen wird. Aus Angst? Weil es keinen passenden gibt, der ihre Grausamkeit und Brutalität würdig beschreiben könnte? ;)
    Auch eine kurze Beschreibung wäre wichtig, wohingehend ich natürlich verstehe, dass es in dieser Situation die Geschwindikeit nehmen würde. Hier ist Technik gefragt, man muss die Beschreibung der Bestie sozusagen 'in Bewegung' bringen. Heißt, während die Szene läuft und die Bestie angreift etc. musst du gleichzeitig ihr äußeres beschreiben. Schwingt die Bestie ihren arm ist es eben ein drahtiger Arm, oder fleischig oder muskulös oder oder oder. Gafft es das Mädchen an, gafft es eben mit seinem Auge, den drei Augen, echsenhaften Augen, was auch immer das mädchen an. Wenn das Mädchen ihre Waffe in die Haut treibt ist es eben eine ledrige, schuppige schmierige Haut. In solchen 'Echtzeit-Beschreibungen' ist es auch ok 2 Adjektive hintereinander zu reihen mit Komma getrennt (schuppige, schwarze Haut...)


    Quote

    trotzig meine Tränen weg


    Wortwiederholung. Nimm was anderes als trotzig, oder lass sie die Tränen mit ihrem Oberarm wegwischen


    Quote

    Zu still.


    Klingt zu abgekaut. "Stiller als es in einer Wüste sein sollte" triffts besser


    Quote

    Die Nacht erscheint mir endlos lang, ich mache trotz der Kälte kein Feuer, es wäre zu gefährlich


    Reicht mir nicht von der Beschreibung. Die Nacht in der Wüste ist echt die Hölle! Minunsgrade, es kommen Skorpione und Spinnentiere raus etc.


    Quote

    kühlen Morgensonne


    Naja maximal ne Halbe Stunde hat man, dann ists schon wieder unangenehm warm^^


    --------------------------------------


    Fazit:
    Beschäftige dich mit Natur/Umwelt/Ökosysteme und ein wenig Geowissenschaften um ein gewissen Grundwissen für Natur und Welt zu haben.
    Sprachklang: Lies dir deine Sätze bei einer Korrektur immer laut vor! Da merkst du schnell dass an einigen Stellen was nicht passt. Schreiben ist wie komponieren, es steckt immer eine gewisse Melodik dahinter, die aber jeder hören kann beim lauten Lesen ;)
    Vergleiche: Versuch mal bei Büchern bewusst drauf zu achten, wie es der Autor schafft bei dir Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Wenn jemand schreibt: 'Gelber Sand' kann man sich erstmal nicht allzuviel vorstellen. Wenn jemand schreibt: "Sand schimmernd wie Gold mit winzigen Funkelnden Diamanten' hast du schon ein ganz anderes Bild im Kopf ;)


    Klingt jetzt alles überhart was ich schhreib aber dadurch lernt man es .)
    Du weißt ja ich will dir nix Böses :P


    Ich lasse es aber nicht zur Gewohnheit werden jeden einzelnen deiner Texte wie gerade eben so ausführlich zu bewerten, das hab ich jetz nur gemacht, weil ich 2 Energie-Drinks intus habe und du gezielt nach literarischer Analyse gefrag hat :P


    Nach diesem langen Post brauch ich erstmal ne Pause^^

    Liebe ist so kompliziert, wie man sie macht.
    -Ich-

    '5 Centimeter per Second' - die Geschwindigkeit mit der Kirschblüten zu Boden fallen [und gleichzeitig die Geschwindigkeit in der sich Menschen voneinander entfernen].

  • Hey!


    *sigh* Na gott sei dank hab ich ein laaanges Wochenende vor mir! Da kann ich mich gleich mal dransetzen!
    Vielen, vielen Danke für diese ausfühliche Erkärung!


    Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen das das wieder mal nur die Rohfassung, ohne jede Überarbeitung ist. Einige der Stellen die du genannt hast wollte ich sowieso umschreiben. :D Aber du hast mir auch einiges aufgezeigt das ich irgendwie nicht mitbekommen habe. Danke!
    Also wenn ich jetzt so überlege liegt mein Hauptproblem bei diesem Teil wohl (um es kurz zu sagen^^) in der Wortwahl, der Satzstellung und hier und da an der Wortwiederholung und übertriebenen Darstellung von Dingen. :rolleyes:


    Und jetzt noch was zu...


    ... den "Kreaturen": Das hat schon seinen Sinn, warum niemand ihnen Namen gegeben hat. (Ja, ich könnte "aus Angst" hinzufügen. Mach ich vermutlich auch noch..) Aber ich hab wiedermal einen kleinen Zeitsprung vor (und zwar diesmal in die Vergangenheit) und da wird das dann erklärt.


    ...Wüstenratte: Der Vergleich ist beabsichtig, richtig erkannt. :)


    ...Wüste allgemein: Ja, ich vermute das ich mich noch näher damit beschäftigen sollte (allerdings ist Rosylins Wüstenzeit sowieso bald zuende ;) ) Und das mit den "frühen Morgenstunden" hab ich auch beabsichtigt geschrieben, da sie kein Mensch ist. (und sie die Hitze nicht wirklich als Hitze in dem Sinn wie Menschen sieht und spürt) Ich weiß, das ist bis jetzt noch nicht wirklich durchgedrungen, wird aber im nächsten Kapitel aufgegriffen.


    Also, ich muss schon sagen, ich hätte mir deine Kritik viiiieeeellll schlimmer vorgestellt - also bin ich ja noch gut davongekommen! :P Mehr oder weniger. :D


    Ich werd mich auf jedenfall noch an meiner Ausdrucksart feilschen, denn ich hab mich ertappt wieder im gleichen Stil zu schreiben den ich auch schon in der Jill-Geschichte angewandt habe - nähmlich Ironie. Und Zynismus. Was allerdings nicht in Rosylins Geschichte passt. Noch nicht. Vielleicht später.


    Auf jeden Fall danke, danke, danke für diesen ausführlichen "Bericht"


    LG
    Juliet

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • Hallo Juliet!


    Freut mich endlich mal wieder was von dir zu lesen ^^


    Zum Inhalt: Ich finds gut gleich in eine actionreiche Szene (der Flucht) einzusteigen,
    das fesselt den Leser und er will erfahren wies weitergeht.


    Leider muss ich sagen dass ich schreibtechnisch eigentlich wesentlich besseres gewohnt
    bin von dir (zumindest wies in dieser Form jetzt da steht) :(


    Aber ich werd dann einfach mal geduldig auf deine Überarbeitung warten und dann ausführlich
    meinen Senf dazugeben wenn du willst *ggg*


    GLG :)

  • Hallo MichaelaMaria!


    Freut mich das du sie gelesen hast! Und sorry das ich diese Woche nicht viel on war, nix Laptop... :rolleyes:


    Oje, ich glaube dieses Wochenende werd ich das alles nochmal gründlich überarbeiten müssen... :( Aber zu meiner Verteidigung muss ich auch sagen das dieser Teil so ist, wie ich ihn frei und einfach so drauf los geschrieben habe. ;) Obwohl das keine Entschuldigung ist.... naja..


    Ich werd die (hoffentlich^^) bessere Form irgendwann in nächster Zeit reinstellen - vielleicht ist die Geschichte dann sogar schon weiter fortgeschritten, ich bin gerade dabei alles auszuarbeiten, weil ich vorhabe sie diesmal zu Ende zu schreiben. ;)


    LG aus Wien
    Juliet

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • So. Gleich mal zu Anfang möchte ich sagen das es (gute?) Grund dafür gibt das ich so lang nichts reingestellt hab.^^
    Erstens: Ich hab mich entschieden den Teil, den ich oben reingestellt habe auf "später" zu verschieben, und anders anzufangen. Erspart mir (und Rosylin^^) einiges an verzwickte Erklärungen, die schnell langweilig werden und die sich (wenn ich anders anfange..) von selbst ergeben.


    Zweitens: Es ist nicht sehr hilfreich wenn man ohne Laptop unterwegs ist und nur einen Block zum schreiben hat - natürlich, schreiben kann man, aber man muss dann alles wieder eintippen. (Muss ich noch erledigen... *schäm* )


    Ähm, ja. Ich hab die Story etwas in die Vergangenheit verlegt, genauergesagt bevor Rosylin in die Wüste kommt vergehen noch einige Jahre. Um ganz genauzusein ahnt sie nicht im Geringsten das sie jemals von Uruks fliehen muss. :D Aber egal, ich werd mich ans abtippen machen, und den Part dann reinstellen.


    LG
    Juliet

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • Geduld ist eine Tugend, und da bin ich sehr tugendhaft, ich kann warten^^

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  • Irgendwie füge ich immer noch etwas dazu, wenn ich abtippe.. *kopfschüttel* :D Naja. Es ist ein Versuch, etwas zu kreieren, das ich bis jetzt noch nie so ausprobiert habe. Hier, der Epilog, der etwas anders geschrieben ist, als sonst. :rolleyes: Vielleicht ist es totaler Schwachsinn, was ich hier versuche, nähmlich einen Erzähler einzubringen, doch ich hab einfach so angefangen. Keine Ahnung warum.^^ Bitteschön!


    PROLOG


    „Rosylin! Estel!“ Die Stimme scholl durch den Walt – unnatürlich laut für Menschenohren. Einen Moment darauf raschelte ein Busch und heraus kam zuerst der Kopf, dann der Oberkörper und die Beine eines Mädchens. Seufzend rupfte sie sich einige Blätter aus ihren langen, goldfarbenen Haaren, strich sie hinter ihre – spitzen – Ohren und richtete ihre schlichte Gewandung – braune Hosen und ein weites, weisses Hemd – glatt. Danach schaute sie sich suchend um. „Estel! Ich weiß das du mich hörst! Also komm, wir müssen los!“
    Der Himmel weiß warum schon wieder. Fügte sie noch in Gedanken dazu.


    Das Mädchen, Rosylin Balik, drehte sich einmal auf der Stelle und als es wieder in ihre ursprüngliche Richtung sah, stand ein grinsender Junge vor ihr. „ Ja, Schwesterherz, ich bin ja nicht taub.“ Seine mittellangen, zerzausten Haare verdeckten die spitzen Ohren geradeso und in seinen grünen Augen lag ein jugendlicher Schalk, der bei ihrem Volk – dem der Elben – beinahe schon ausgestorben war.


    Ein Blick genügte und die beiden rannten in die Richtung aus der die Simme gekommen war. „Wer als erstes da ist!“, rief Estel lachend und stürmte seiner Schwester davon. „Na warte!“


    Die Jagd ging durch den halben Wald, bis sie durch die Bäume Gebäude schimmern sahen. Nun liefen sie langsamer. Kontrollierter. Ernsthafter.
    Vor einem fast versteckten Wachposten – einem Si’tha – der auf einem Baum postiert war, blieben sie stehen. Direkt vor dem unsichtbaren Lichtstrahl, der die Stadt sicherte.


    „Si’tha, wir bitten um Einlass!“ In Estels Stimme lag die Autorität, die er immer benutzte wenn er im Hause Balik – oder sonstwo offiziell – unterwegs war. Der Wächter öffnete ihenen das Lichttor, das sich in zu ihrer Rechten und Linken befand, für die Beiden und die beiden gingen schnellen Schrittes über die große Wiese zu einer mit Marmor ausgekleideten Terasse, die sich über die gesamte Längsseite eines weißen Gebäudekomplexes erstreckte.


    Dahinter lag die Stadt Markesh, die mit ihren Turmbauten und silbrig glänzenden Verspiegelungen in der Sonne glänzte. Man könnte meinen dies wäre eine verborgene Stadt, inmitten eines großen Waldes, doch in Wirklichkeit war sie ein großer Handelsknoten für alle möglichen Spezies. Selbst die Zwerge handelten hier mit ihren Schätzen und natürlich mit Antaxin, dem beliebten Gesteinen aus den Nördlichen Bergen.


    Die Elben, die Stadthalter von Markesh waren, sahen dies mit wachsendem Unmut, denn die Zwerge waren nicht sehr gesittete Gäste. Auch Menschen handelten hier, kämpften sich durch die harten Winter um zu überlebten.
    Nördlich von Markesh lag nur Steppe und hie und da ein kleines Dorf. Im Süden begann das Leben. Die Menschen hatten Siedlungen und Städte gebaut, lange nachdem die Elben hier gesiedelt haben.


    Dormettin, nannten sie das Land, und mit der Zeit übertrug sich das sogar auf die starrsinnigen und zurückgezogenen Elben und ja, sogar auf die Zwerge.
    Doch all dies spielt nicht die Rolle, die etwas anderes eingenommen hat, etwas von dem jeder nur unter vorgehaltener Hand spricht.


    Tallin, die Stadt der Gilden und die Ausbildungsstätte in der ausgewählte Elben, Menschen und Zwerge zu großen Taten erzogen werden sollen.


    Doch dies wird noch früh genug zur Sprache kommen.
    Nun beginnt unsere Geschichte mit Rosylin Balik. Die Geschichte des weissen Lichts des Friedens, die uns in alle Winkel von Dormettin führen wird. Was zum jetzigen Augenblick scheinen mag wie ein harmloser, vergnügter Tag im Wald, wird in nicht allzuferner Zukunft zu einem großen Wagnis werden...

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

    Edited once, last by Juliet ().

  • Quote

    scholl durch den Walt


    :D


    Quote

    Der Himmel weiß warum schon wieder. Fügte sie noch in Gedanken dazu.


    musst " " benutzen für Gedanken ;)


    Quote

    Doch dies wird noch früh genug zur Sprache kommen. Nun beginnt unsere Geschichte mit Rosylin Balik. Die Geschichte des weissen Lichts des Friedens, die uns in alle Winkel von Dormettin führen wird. Was zum jetzigen Augenblick scheinen mag wie ein harmloser, vergnügter Tag im Wald, wird in nicht allzuferner Zukunft zu einem großen Wagnis werden...


    Sowas ist in Romanform ganz schlecht, hört sich an wie der Sprecher im Hintergrund bei einem Film


    Epilog = Prolog?^^


    ansonsten ein Tipp: lies dir den Text selber laut vor, oder nehm ihn dabei mit dem Handy oder dem PC auf... das ist ein ganz tolles Mittel^^

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    -Ich-

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  • Das mit Walt (Disney^^) war nicht beabsichtigt. ;)


    Ja, ich weiß, aber muss ich dann auch immer ...in Gedanken... dazuschreiben? Sonst denkt man ja sie sagt es laut!


    Hahaha, wieso hab ich mir das schon gedacht das du das sagst? (Vielleicht deshalb weil ich diesen Teil sowieso nicht vorgehabt habe, sondern ihn so aus Lust und Laune beim Abtippen dazugefügt habe? Ähm ja. Vermutlich.)
    Ich hab, wie gesagt, nur mal probieren wollen. Kommt wieder weg. Die Originalfassung (oh welch Wunder!^^) ist diesmal wohl besser. ;)


    Ja, Epilog=Prolog (Ich bin müde.^^)


    Hm, was willst du damit denn andeuten? Aber ich versuchs mal, irgendwie wird mir mit jedem Stück klarer das es gar nicht mal so einfach ist was gutes zu "produzieren"...


    Aber danke! :D

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • Könnte ich auch, ja! Das hab ich früher schon mal probiert, nur das Problem ist, das Forumos die Formatierungen aus Word nicht übernimmt - d.h. ich darf dann alle Gedanken hier nochmal in kursiv setzen... Aber es ist eine Überlegung wert! - Danke! :)

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • Mit dem produzieren guter Texte...


    Obwohl alles was du von mir liest, auch einfach so meine Erstschriften ohne den Hauch einer Korrektur sind, die ich immer reinstell kann ich doch mal behaupten, dass sie nicht immer wirklich schlecht sind, aber auch nur weil ich jahrelange Übung hab, von daher nimm diese Kritiken über deinen Inhalt nicht ganz so ernst, sind eher Hinweise für die Korrektur, ich weiß ja wie es ist bei der Erstschrift...^^
    Alles einfach eine Frage der Zeit/Übung, die wenigsten können von Geburt an gut schreiben. Was auch hilfreich ist, Strukturen zu 'scannen', in Büchern, Filmen. Wenn man nämlich mal checkt WIE der Autor das macht, kann man ähnliche Schemata und Aufbau auch bei sich selbst anwendne, aber das ist schon höhere Schreibkunst, die ich mir erst das letzte Halbe Jahr angeeignet ist.
    Ansonsten bei jedem Guten Buch/Film fragen, wie hat er das gemacht das es jetzt so spannend ist, oder der Charakter so fanszinieren etc. auch bei meinen Texten kannst du das machen^^


    "[Blalabalalalalalbla]", dachte XY/schoss es XY durch den Kopf.
    Ja wenn du direkt gedanken schreibst musst du es so machen, oder aber du schreibst kursiv das reicht meistens dann auch und du kannst obiges weglassen

    Liebe ist so kompliziert, wie man sie macht.
    -Ich-

    '5 Centimeter per Second' - die Geschwindigkeit mit der Kirschblüten zu Boden fallen [und gleichzeitig die Geschwindigkeit in der sich Menschen voneinander entfernen].

  • Lizra war schneller :P

    Liebe ist so kompliziert, wie man sie macht.
    -Ich-

    '5 Centimeter per Second' - die Geschwindigkeit mit der Kirschblüten zu Boden fallen [und gleichzeitig die Geschwindigkeit in der sich Menschen voneinander entfernen].

  • Dankeschön! :D Ich werd versuchen mich zu verbessern und meinen Bücherstapel zu Rate ziehen. (Und nächste Woche übrigends auch die Bibliothek - da können mich keine Wassermassen aufhalten.^^)
    Du hast Recht, (wie immer in diesen Dingen!) Und ich werd mir deine (bzw. EURE) Räte (Rate?? ?( ) zu Herzen nehmen.


    Und wieder umschreiben. Aber zuvor stell ich so bald wie möglich noch die restilchen 4 Seiten rein, die ich gestern geschrieben hab, aber erst morgen oder so.... bin müde...


    Gute Nacht!


    LG
    Juliet

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • Ratschläge ist das einfachere Plural :P
    Bis bald, bin gespannt auf neue literarische Ergebnisse von dir

    Liebe ist so kompliziert, wie man sie macht.
    -Ich-

    '5 Centimeter per Second' - die Geschwindigkeit mit der Kirschblüten zu Boden fallen [und gleichzeitig die Geschwindigkeit in der sich Menschen voneinander entfernen].

  • Also, es geht weiter! Bitte viel kommentieren! :D Danke!


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    DAS HAUSE BALIK


    „Rosylin! Seht Euch doch an! Wo habt Ihr gesteckt! Und Ihr, Estel, ebenfalls!“ In der Stimme der weißhaarigen, kleinen Elbin lag Besorgnis und zugleich Belustigung. „Estel, was habt ihr schon wieder im Wald gemacht? – Oh, ich will es wohl gar nicht wissen.“
    Sie musste auch keine Antwort erwarten. „Ihr habt den Ruf Eurer Frau Mutter gehört – wir haben Gäste! Also kommt schnell und zieht euch etwas anständiges an!“


    Rosylin grinste schief über den leichten Befehlston, der allein der Kinderfrau vorbehalten war, rannte aber dennoch in ihre Gemächer, die praktischerweise nur einen Stock über der Terasse lagen. Dort erwartete sie schon Malia – ihre Dienerin. Als diese sich daran machte ihre lange Haarmähne von Blättern zu befreien – eine Tätigkeit, die sie mittlerweile perfekt beherrschte – entfuhr ihr ein Seufzer.


    „Was ist los, Malia?“ Rosylin machte ein fragendes Gesicht und die Magd sah zu Boden. „Nichts, Herrin!“ Das war natürlich keine zufriedenstellende Antwort für jemanden wie Rosylin, die immer alles wissen wollte. „Nun sag schon!“ Fast musste sie grinsen, denn Malia fing tatsächlich zu erzählen an. „Nun, ich habe mitbekommen das Eure Frau Mutter erwägt Euch aus Markesh wegzuschicken, Miss. Es tut mir Leid, aber ich dachte nur gerade daran das ich Euch wohl sehr vermissen werde.“


    Sie fuhr mit ihrer Tätigkeit fort, und Rosylins Mund verzog sich zu einem dünnen, ärgerlichen Strich,, der ihr Gesicht um einiges Älter als ihre 14 Jahre wirken ließ.
    Unten im Haus waren schon erste Stimmen zu hören, und Malia arbeitete noch schneller.


    „Ich werde dich auch vermissen, sollte ich weggehen, Malia. Aber noch hat Mutter mir nichts davon gesagt.“
    Malia lächelte über ihre Worte, doch wärend sie noch etwas Feenglanz über Rosylins Haare stäubte, verdrückte sie doch einige Tränen.
    Es war nichts ungewöhnlich an der Tatsache das Rosylin ihre Jugendtage nicht in Markesh verbringen sollte, doch wärend Rosylin in ihrem mit Spitzen gesäumten grünen Kleid (die Hausfarben von Balik) die breite Treppe hinuntergin, machte sie sich ihre Gedanken. Sie hatte noch nicht viel mehr als Markes und den naheliegenden Lufthafen Marlem gesehen.
    Und ausserdem – wieso wusste Malia vor ihr von den Plänen ihrer Mutter? Doch gleich nach diesem Gedanken nahm ein anderer Gedanke Gestalt an, der sie zusammenzucken lies.


    „Na da sieh an – Miss Balik!“ Ihre Gedanken wurden jäh von den Worten eines dicklichen, gedrungenen Elf mit schlohweissem Haar unterbrochen, der vor ihr erschienen war. Kam’sata, der Hauptmann für Sicherheit in Markesh. Sofort machte sie einen höflichen Knicks (soweit das auf der Treppe möglich war) und begrüßte ihn. „Sighiere Kam’sata! Welch eine Freude!“


    Der Hauptmann öffnete den Mund um etwas zu sagen, als Estel zu ihnen trat. Ebenfalls ganz in grüner Gewandung, wie es sich für einen Balik offiziell gehörte.


    „Kam’sata, Sighiere, darf ich Euch meine Schwester entführen?“ Er verbeugte sich leicht, jedoch verringerte dies den enormen Größenunterschied zwischen den Beiden nur um ein Minimum – was dem Hauptmann wohl nicht sehr angenehm war, denn er entließ sie beide mit einem falschen Lächeln und starrte ihnen (oder vielmehr Rosylin) hinterher.


    „Danke für die Rettung, Bruder!“ flüsterte Rosylin Estel zu, nachdem sie weit genug weg waren, aber er führte sie nur stumm weiter, bis sie die Halle, in der sich noch einige weitere Gäste aufhielten, durchquert hatten und im angrenzenden Kaminzimmer standen.


    Dort saßen, zu Rosylins Schreck, ihre Mutter, ihr Vater und ihre Tante Marseline.
    „Tante.“ Die Begrüßung von Rosylins Seite lief dürftig aus, hatte sie doch ihre Tante nie gemocht, geschweigedenn joft gesehen.
    Diese blickte ihr steif und mit Adleraugen ins Gesicht.
    „Rosylin, um gleich zur Sache zu kommen“, sagte Sanhil Balik – ihre Mutter – mit ihrer unverwechselbar hart klingenden Stimme, „du wirst nächste Woche Markesh verlassen.“
    Rosylins Mund klappte auf, gleich darauf aber wieder zu. Sie hätte sowieso keine Entscheidung mehr zu fällen. Wie so oft.
    Sie begnügte sich mit einem „Wohin?“ Und erhielt dafür einen ernsten Blick ihrer Mutter und einen – zu ihrer Überraschung – stolzen Blick ihres Vaters. Marseline antwortete auf die Frage. „Du wirst mich nach Tansellin begleiten.“


    Tansellin. Ein Ort von dem Rosylin oft gehört hatte, und den sie genausooft wieder verdrängt hatte. Dort wo für Ausgewählte (und diejenigen die es sich leisten konnten) die Ausbildung beginnen würde. Welche Ausbildung das war erfuhr man durch einen Aufnahmetest, und Rosylin hatte schon viele skurille wie erschreckende Geschichten über diese Tests gehört.


    Wieso war ihr das nicht schon früher eingefallen? Ihr 15 Geburtstag war nur noch 7 Monate entfernt – höchste Zeit also, eine Entscheidung zu fällen und sie in die Gilden und damit in ein gesichertes Leben einzuführen.


    Schließlich nickte sie stumm und zwang sich ein Lächeln ab. Denn eines wusste sie genau. Eines war so sicher wie die Tatsache das die Sonne im Osten aufging. WEr in Tansellin war, war danach nicht mehr derselbe wie zuvor.
    Oft auch negativ gesehen. Und sie liebte Markesh. Die Stadt, die Wälder, der kulturelle Mix.


    Doch all diese Gedanken blieben in Rosylins Kopf und traten nicht auf ihr gefasstes Gesicht, während draussen über der STadt und dem Wilden Wald langsam die Sonne ihre letzten Strahlen entsandte und im Hause Balik gefeiert wurde...


    Der Gratulantenstrohm brach nicht ab, im Gegenteil, immer mehr wichtige (und unwichtige) Leute drängten sich um Rosylin, und sie empfing neben vielen Geschenken auch die unterschiedlichsten Ratschläge.


    „Oh, passt bloß auf Euren Schmuck auf, Miss! Mir ist einer meiner Sapir-Ohrringe gestohlen worden, als ich die erste Woche in Tansellin war.. Man kann sich gar nicht genug vor Dieben schützen!“
    Die Diplomatin war so voller Gold und Edelsteine, das es Rosylin nicht schwerfiel zu glauben das dieses Schmuckstück nicht noch von den anderen übertroffen wurde.
    Keine Angst, ich mache mir sowieso nichts aus dem Tand. dachte sie sich, und wandte sich gezwungendermaßen dem nächsten Gratulanten zu.

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • Hier gibts nochwas! Bitte wieder sagen wenn etwas unlogisch oder vollkommen daneben ist! :D Viel ist aus diesen Szenen nicht ersichtlich (denke ich) deshalb, naja, schreibt mir einfach was ihr davon haltet! :D
    ________________________________________________________


    Irgendwann nickte sie nur noch höflich, immer ein Lächeln auf dem Gesicht, das ihrer Meinung nach im Spiegelbild der großen Fenster eher wie eine zwanghafte Maske aussah.


    Die Nacht schritt voran, und Rosilyn wartete ab, bis auch die hartnäckigsten Gratulanten sie einmal durchatmen ließen. Bei solch großen Ereignissen wurden selbst die Elben nervös.


    Na endlich. Mit diesem Gedanken ließ sie sich seufzend in einen Sessel am Kamin fallen, etwas im verborgenen Schatten am Fenster.


    „Also?“ hörte sie auf einmal jemanden neben sich sagen. Fragend drehte sie sich um.
    Es war Estel. „Was also?“
    „Also, freust du dich auf Tallin?“ Er täuschte Gelassenheit vor, doch sie kannte ihn nur zu gut.


    „Du weißt genau was ich davon halte.“ sagte sie mit gesenktem Kopf, und dann, etwas lauter „Aber – ja – es ist natürlich eine Ehre.“
    Sie folgte seinem Blick aus dem Fenster. Dort schwebten kleine Garten-Elfen, wie Lichter in der Dunklehit – vom Licht des Hauses angezogen.


    „Komm mit.“ Estel erhob sich. Verwundert hob Rosylin ihr Kleid an und folgte ihm durch die große Glastür auf die Terasse.
    „Wir werden uns ewig nicht mehr sehen, Rosy.“ Sie sah ihn nicht an. „Ich weiß. Ich werd dich auch vermissen.“


    Die Elfen flogen dicht bei ihnen und erzeugten ein leichtes Klirren. Estel seufzte. „Glaubst du, ja? Ich werde dich auch vermissen, aber ich werde auch fortgehen.“ Als er ihren fragenden Blick sah, redete er weiter.


    „Jedoch nicht nach Tallin. Das wollte ich dir nur sagen.“
    Rosylin schluckte. So viel auf einmal! „Wohin musst du? Wann hast du es erfahren?“ fragte sie aber schließlich, doch etwas neugierig. Estel war nie für die Gilden in Tallin zur Wahl gestanden, ihr Vater hatte dies nie gewollt.


    Er wich ihr aus. „Ich habe es erfahren, kurz bevor ich dich geholt habe.“
    Rosylin ging auf der Terrasse auf und ab, immer darauf bedacht nicht in das Licht der Halle zu treten. Was hätte sie dafür gegeben jetzt einfach nur laufen zu können. Einfach den Wald genießen und mit Estel fangen spielen. Doch diese Zeit war nun vorbei. Wohl endgültig.


    „Wohin musst du, Estel.“ fragte sie ihn noch einmal, leise.
    Er schüttelte seine langen Haare auf die Seite. „Erst einmal nach Marlem. Dort erfahre ich genaueres.“


    Rosylin starrte ihn an. „Hör auf zu lügen, Estel. Ich kenne dich. Und das ist nicht die Wahrheit.“


    Er antwortete nicht. Seine braunen Augen trafen ihre blauen, und die Tatsache das die beiden Zwillinge waren, ließ sie in ihre Seelen blicken, wie es nicht viele Elben können.


    Und doch verstand sie ihn in diesem Moment nicht. Ich weiß das du lügst, Estel. Aber wenn du mir die Wahrheit nicht sagen kannst, dann sei es so.
    Er verstand ihre Worte, denn das war eines der Wunder, die die Zeit in ihnen hervorgerufen hatte. Sie waren in solchen Momenten Eins.

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • Storytechnisch hab ich nix aus zu setzen, aber ich würde mich über mehr detailreichtum freuen und etwas bessere Beschreibung der Umwelt. Besonders im letzten Part mit den Leuchtenden Elfen, dass kann man ungemein atmosphärisch darstellen
    Ansonsten war schreiberisch auch nicht viel zu sagen, ist ja viel direkte Rede was es sehr lebendig erscheinen lässt, das in Kombination mit dem entsprechenden Setting (also der atmosphärische Hintergrund an dem du noch arbeiten musst^^) wäre das eine sehr gute Szene


    Edit: denk an die verschiedenen Geräusche, mögliche Gerüche, wind auf der Haut, auch der leser lebt mit allen Sinnen. Wenn du dir die Szene vorstellst schreib erstmal alles wild auf ein blatt Papier (ich mach das vorher in meinem Szenenplan) und wenn du wirklich mit allen Sinnen erfahren hast und aufgeschrieben, kannst du es dann in die Szene einflechte, schön verteilt, nicht alles in einen Block und in Interaktion mit den Figuren (Beispiel: falsch-> Die Herdplatte war glühend heiß / richtig-> Leos Finger verklebten richtig mit der glühend heißen Herdplatte, als er dummerweise seine Hand darauf legte.)


    Für heute bin ich wieder weg :P

    Liebe ist so kompliziert, wie man sie macht.
    -Ich-

    '5 Centimeter per Second' - die Geschwindigkeit mit der Kirschblüten zu Boden fallen [und gleichzeitig die Geschwindigkeit in der sich Menschen voneinander entfernen].

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