Auf vielfachen Wunsch meiner selbst... ![]()
Hab ich hier mal ein 'kleines' Zwischenprojekt; ich betone jedoch die Texte sind alle zwischen Uhrzeit 1.00 und 4.00 nachts entstanden, über Rechtschreibfehler oder nicht-Sinnergebende Sätze sollte hinweg gesehen werden ![]()
Kapitel I: Nacht der Schlange
Triath war auf Schlangenjagd. Seine erste Schlangenjagd; und das unter einer silbernen Mondichel und schimmerndem Sternenzelt. Vor ihm lag das schlafende Dorf Sian.
"Arme Bauern und hungernde Bettler," hatte man ihm vor seiner Aufgabe gesagt. Sein Kampfmeister Zier Reus um genau zu sein.
Triath knurrte. Er hasste seinen Lehrmeister. Jemand der sich zu viel einbildete und für Luxus und Tand lebte. Wenn er ihn nie wieder sehen wollte musste er diese Nacht sein Können beweisen.
Ein sanfter Wind streichelte über seine Haut und durch das kurzgeschnittene Haar. Auch das war eins der Dinge die ihn bei seinem Meister fast zur Rage brachten. Während Adepten des Sinaris unter anderen Lehrmeistern Haar und Bart tragen durften wie sie wollten, war sein aristokratischer Ausbilder pendantisch und kleinlich, was Körperpflege und Kopfbehaarung anging.
"Zumindest erkennt man noch, dass es mal in Richtung Braun mit Rotstich ging.", sagte Triath vor sich hin während er sich in Bewegung setzte. Dass er die meiste Zeit ohnehin eine Kapuze als Ordenstracht über den Haaren tragen musste erwähnte er nicht. Wäre ohnehin er der einzige gewesen, der ihm zugehört hätte. Er grinste breit.
Wie ihm sein Leher natürlich eingetrichtert hatte, war nun, kurz vor der Aufgabe nochmal Gelegenheit seine Ausrüstung zu prüfen.
Das ihn seine helle und weiße Kleidung die eng an seiner Haut lag, in der Nacht zum Nachteil verdammte war ihm klar, doch eigentlich war er als potenzieller Sinaris auch eher als Kämpfer für den Tag gedacht. Doch sollte er seinem Opfer begegnen tat die Farbe seiner Kleidung nichts mehr zur Sache.
Er zupfte noch einmal seine enge Kapuze und das bleiche Tuch vor seinem Mund zurecht. Seine Hand wanderte über den Leinengürtel und hin zu den Beiden Haken, die darin steckten; als Teil jeweils eines Schwertes. Beide Schwerter liefen in einem runden Haken aus. Die Standartbewaffnung eines Adepten des Sinaris eben.
Triath schaute in den Himmel und erkannte Selket, den Mond. Er dachte an die Adepten des Selket. Sowohl die Anbeter der Sonne als auch des Mondes kämpften zusammen Seite an Seite, auch wenn beider Reiche entzweit waren. Doch dafür wurde der Orden der silbernen Dämmerung ja auch ins Leben gerufen. Um die Schlange auch über die Grenzen hinweg und mit vereinter Kraft zu bekämpfen.
Nur noch wenige Schritte und seine letzte Prüfung würde beginnen. Entweder er würde ein Sinaris werden wie sein Lehrer oder aber er würde sterben.
Gekonnt leise presste er sich an eine Wand. Als er keinen Ton vernahm, auser das gelegentliche Rascheln des Grases, blickte er auf die Straße. Sie führte durch das Dorf und weiter nach Osten. Auf der rechten Seite der Straße gelegen, am Ende des Dorfes lag ein uralter Schrein aus grauer Vorzeit. Viel war nicht zu erkennen. Ein kleines Dach überspannte einen kleinen Altar mit einer nichtssagenden Figur. Ein gewöhnlicher Schrein eben. Und dieser war sein Ziel. Er wusste nicht, was es damit auf sich hatte, wem er galt oder warum er hier stand. Seine Aufgabe bestand alleine daraus ihn zu bewachen. Für gewöhnlich hätte man dazu keinen Sinarin dafür schicken brauchen, um in irgend so einem Kaff wie diesem hier einen verfallenden, alten Schrein bewachen zu lassen doch Triath war auf Schlangenjagd und das hieß ein Anhänger des Kultes war in der Nähe.
Triath huschte auf die andere Straßenseite und quetschte sich zwischen zwei Häuserwänden hinein. Auf der anderen Seite lauschte er wieder in die Nacht. Sein geschultes Gehör vernahm sofort schleichende Schritte.
Breites Grinsen zog sich über Triaths Gesicht, so dass es das Tuch ein Stückchen anhob.
"Da ist anscheinend jemand nicht vom Fach."
Der Unbekannte wollte sich anscheinend von hinten dem Schrein nähern.
"Soll er.", dachte sich Triath berechnend, "dann werde ich mich ihm auch von hinten nähern."
Flink warf sich Triath nach vorne und rollte sich hinter einem Zaun ab.
Eine dunkle Gestalt zeichnete sich gegen die schwarze Rückseite des Schreins ab. Es war ein Mann. Triath machte kaum mehr als ein paar wenige Bettlerkleidungstücke aus.
"Anscheinend haben es manche Menschen wirklich so nötig, dass sie freiwillig dem Kult helfen ihre Relikte zu beschaffen.", knurrte er in sich hinein.
Langsam erhob sich und ein Instinkt rettete ihm sein Leben vor einem Schlag. Als er wieder klar denken konnte lauerte er im Gras und starrte auf die finstere Gestalt, die eben noch hinter ihm gestanden hatte. Sie zog ihre Hand mit dem Schwert zurück. Als Triath die Gestalt erkannte waren seine Muskeln wie gelähmt.
"Du bist eine Monster aus Geschichten. Du dürftest gar nicht hier sein. Was soll das?", fluchte er.
Die Gestalt trat einen Schritt näher und der angehende Sindaris konnte die längliche Kapuze genau erkennen. Ebenso wie die weiße Iris mit dem schwarzen Schlitz.
Triath konnte es einfach nicht glauben. Er zitterte und seine Zähne wollten ihm nicht gehorchen. Er stand hier einem wahrhaften Basilisken gegenüber. Das war durchaus nicht unbedingt etwas besonderes, doch nur die voll ausgebildeten Sinaris und Selket waren in der Lage es mit einem auf zu nehmen. Theoretisch.